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Weisser Ring sucht ehrenamtliche Helfer

Weisser Ring : Appell: „Helfen Sie uns zu helfen“

Die Außenstelle des Weissen Rings im Landkreis Neunkirchen sucht ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Täglich geraten Menschen unverschuldet in Not und müssen Leidvolles ertragen. Sie wurden Opfer eines sexuellen Missbrauchs, von Stalking, häuslicher Gewalt, einer Körperverletzung, von Diebstahl und Betrug. Sie sind von einem Tötungsdelikt betroffen oder sonst schweren Straftaten ausgesetzt gewesen. In solchen Lebenssituationen benötigen die Betroffenen Verständnis, Rat und Hilfe.

Seit über 40 Jahren hilft der gemeinnützige Verein Weisser Ring im Landkreis Neunkirchen Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind: professionell, unbürokratisch und kostenlos.

Getragen wird diese Hilfe von ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Außenstelle im Landkreis. Nun sucht diese Außenstelle Bürgerinnen und Bürger für die ehrenamtliche Mitarbeit im Weißen Ring, wie Landesvorsitzender Jürgen Felix Zeck in einer Pressemitteilung schreibt.

Weisser Ring sucht ehrenamtliche Helfer
Foto: dpa/Jan Woitas

Der Weisse Ring – Deutschlands größte Hilfsorganisation für Opfer von Straftaten – ist ein gemeinnütziger Verein zur Unterstützung von Kriminalitätsopfern und zur Verhütung von Straftaten. Der Verein hilft jedem von einer Straftat betroffenen Menschen, unabhängig von einer Mitgliedschaft, der Erstattung einer Anzeige, dem Herkunftsland, der Staatsangehörigkeit, seinem Geschlecht, Religion, sexueller Orientierung oder sonstigen Faktoren.

Geholfen wird auch Angehörigen, dem Opfer nahe stehenden Personen, Nothelfern und Tatzeugen.

 Felix Zeck, Landesvorsitzender des Weissen Rings
Felix Zeck, Landesvorsitzender des Weissen Rings Foto: Weißer Ring/Monika Gläser

Seine Hilfen leisten ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, die für ihre Aufgaben vom Verein professionell ausgebildet sind, erklärt Zeck weiter: Persönliche Betreuung, menschlicher Beistand, Zuwendung und Anteilnahme sind unverzichtbare und vorrangige Elemente der Hilfe dieser Opferschutzorganisation.

Die ehrenamtlich Tätigen beraten, informieren und begleiten die Menschen und sehen sich selbst als Lotsen im Hilfesystem. Der Verein unterstützt die Opfer von Straftaten finanziell bei der Überbrückung tatbedingter Notlagen, übernimmt Anwaltskosten und ermöglicht über Hilfeschecks einen schnellen direkten Zugang zu Spezialisten wie Rechtsmedizinern und Therapeuten. Er kümmert sich um die Wahrung der Opferrechte und die Durchsetzung von Opferentschädigungsansprüchen. Er hilft schnell, vielfältig und direkt vor Ort über die Außenstellen. Sein Ziel ist es, dass Betroffene auf einer richtigen Informationsbasis und ohne Angst vor Kosten die für sich richtige Entscheidung treffen können und daraus Kraft und Lebensmut gewinnen.

Jürgen Felix Zeck erklärt weiter: „Wir bieten ein anspruchsvolles Ehrenamt, das Freude und Zufriedenheit gibt. Eine Aufgabe, die fordert und für dessen Erfüllung die ehrenamtlichen Mitarbeiter gefördert werden. Ein Ehrenamt, das in seiner Vielfältigkeit inspirierend ist und auf den Gebieten der Prävention und der Lobbyarbeit für die Opfer von Straftaten Entfaltungsmöglichkeiten bietet. Kurzum: Das richtige Ehrenamt für Sie!“

Der Umgang und die Unterstützung von Menschen, die Opfer einer Straftat geworden sind und deren Angehörigen setzt kompetente Opferhelferinnen und Opferhelfer voraus. Daher legt der Verein auf die Qualifizierung seiner ehrenamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter großen Wert. Die Aus- und Fortbildung ist kostenfrei.

Nach einem positiven Erstgespräch mit dem Teamleiter der Außenstelle, dem Eintritt in den Verein und der Vorlage einer Datenschutzerklärung sowie einer Selbstauskunft und eines erweiterten polizeilichen Führungszeugnisses steht einer Hospitanz in der Form der Begleitung zu Opferfällen und der Teilnahme an den regelmäßigen Teambesprechungen der Außenstelle nichts im Wege. Nach dem Besuch eines Orientierungsseminars sowie des Grundseminars erfolgt die schriftliche Ernennung zum ehrenamtlichen Mitarbeiter beziehungsweise Mitarbeiterin.

Innerhalb von zwei Jahren ist ein Aufbauseminar zu besuchen. Danach steht den Mitarbeitern die Teilnahme an den vertiefenden Weiterbildungsveranstaltungen (zum Beispiel Häusliche Gewalt, Opferentschädigungsgesetz, Projektmanagement, Opferberatung und kulturelle Vielfalt) der Weissen-Ring-Akademie offen.

Zu den Aufgaben einer Außenstelle gehören neben der direkten Opferhilfe die Präventions- und Öffentlichkeitsarbeit sowie das Thema Fundraising und die Mitarbeit in Netzwerken. Arbeitsfelder, in denen sich jeder Außenstellenmitarbeiter einbringen kann.

Jürgen Felix Zeck: „‚Wir Ehrenamtlichen vor Ort können nur helfen, wenn hinter uns eine starke Mitgliedergemeinschaft steht und wir durch Spenden unterstützt werden. Daher würde es mich sehr freuen, wenn mehr Menschen uns durch eine Mitgliedschaft zu 2,50 Euro Mitgliedsbeitrag im Monat Rückhalt geben würden. Denn wenn wir viele Unterstützer sind, bilden wir eine starke Bürgergemeinschaft, die durch ihre Lobbyarbeit für die Opfer und die direkte Opferhilfe vor Ort viel Gutes in der Gesellschaft bewirken kann.“

Wer Interesse an der Mitarbeit im Weissen Ring oder einer Mitgliedschaft in diesem Opferhilfeverein hat, der nehme bitte Kontakt mit dem Landesbüro, Halbergstraße 44, 66121 Saarbrücken, Tel. (06 81) 6 73 19 (Montag bis Freitag, 9 bis 12 Uhr) oder per E-Mail: lbsaarland@weisser-ring.de auf.