Unwetter in Neunkirchen : Wehr an zwei Tagen gefordert

Unwetter in Neunkirchen : Wehr an zwei Tagen gefordert

Neunkircher Lebensretter mussten in Gewitternacht sieben Mal ausrücken.

Unruhige Nächte für die Neunkircher Feuerwehr: Neunkirchen ist zwar von den Gewittern, die in der Nacht auf Freitag im Land wüteten, weitgehend verschont geblieben, dennoch waren einige Kameraden im Einsatz. Wie Wehrsprecher Christopher Benkert auf SZ-Nachfrage erläutert, haben die Neunkircher Lebensretter in der massiv betroffenen Nachbargemeinde St. Ingbert mitgeholfen, Schäden zu beseitigen. Schon in der Nacht zuvor, von Mittwoch auf Donnerstag, gab es für die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen verschiedene Situationen zu meistern. Von sieben Einsätzen im gesamten Stadtgebiet spricht Pressemann Benkert. Die Mehrzahl davon wurde durch die über die Kreisstadt hinwegziehenden Gewitterfronten ausgelöst, aber auch eine der Brandmeldeanlagen in der Stadt schlug gleich zwei Mal Alarm.

Mit einem Abstand von nur 15 Minuten wurden um 1.30 Uhr und 1.45 Uhr die Löschbezirke Hangard und Münchwies in den Einsatz gerufen. Die großen Regenmassen hatten jeweils Straßen überflutet, Kanaldeckel herausgeschwemmt und teilweise Erdmassen auf die Fahrbahnen gespült. In Hangard musste die Feuerwehr mehrere herausgespülte Kanaldeckel im Bereich der Straßen An der Oster und Jean-Mathieu-Straße wieder einsetzen und konnte nach rund 30 Minuten wieder einrücken. Deutlich länger zog sich der Einsatz für den Löschbezirk Münchwies auf der Landesstraße L 116 zwischen der Hanauer und der Eichelthaler Mühle hin. Bis 4.40 Uhr waren die 14 ausgerückten Feuerwehrleute damit beschäftigt, den auf die Fahrbahn geschwemmten Schlamm zu entfernen und verstopfte Regenwassereinläufe wieder frei zu machen.

Die automatische Brandmeldeanlage einer Bank schlug am Hammergraben gegen 2.50 Uhr Alarm. In dem weitläufigen Gebäudekomplex war allerdings kein Feuer ausgebrochen. Ohne Unterbrechung ging es für die Feuerwehrleute vom Hammergraben weiter in die Straße am Schotterwerk. Der letzte Einsatz der unruhigen Gewitternacht entfiel schon am Donnerstagmorgen gegen 9 Uhr auf den Löschbezirk Furpach. In einen Keller im Hasenrech war Wasser eingedrungen.

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