Wasser ist Leben : Wenn Kunst hilft, Brunnen zu bauen

Marliese Jung-Dörr präsentiert ihr soziales Projekt bis zum 14. Oktober im Neunkircher Saarpark-Center.

(red) Mit einem sozialen Kunstprojekt möchte Marliese Jung-Dörr gemeinsam mit 70 Kindern und Jugendlichen der Malschule „Kunst und Kultur an der Kirche“ in Illingen eine Solarpumpenstation in Nordtansania zur Versorgung der Bevölkerung mit Strom und Wasser realisieren (die SZ berichtete bereits). Rund 16.000 Euro sind für dieses Vorhaben bislang zusammengekommen. Noch bis 14. Oktober präsentiert Marliese Jung-Dörr gemeinsam mit ihren Schülerinnen und Schülern das soziale Kunstprojekt im Neunkircher Saarpark-Center. „Wir haben die Aktion auf  mehrere Säulen gestellt“, erläutert die Künstlerin in ihrem Atelier in Illingen. Aus Recyclingmaterialien wie etwa Gartenzäunen, Pappröhren und Wasserflaschen wurden  insgesamt 100 Modelle einer Solarpumpenstation gebaut, die als Spendenbehälter dienen. 70 Wasserkanister, die 18 Liter Wasser fassen, wurden von den Schülerinnen und Schülern der Malschule kunstvoll  mit afrikanischen Motiven bemalt.

Mit Begeisterung, die ansteckt, erzählt Marliese Jung-Dörr von ihrem sozialen Kunstprojekt für die Aktion „life needs water“, die von der Familie Stuck aus Österreich gegründet wurde, um Brunnen in Kenia und Tansania zu bauen. Die Organisation arbeitet ehrenamtlich und Marliese Jung-Dörr selbstverständlich auch, wie das Saarpark-Center mitteilte.

40 Brunnen gibt es schon, zehn befinden sich im Bau. Davon ist einer der Brunnen, der durch das Projekt der Malschule „Kunst und Kultur an der Kirche“ mit Kreativität und Einfallsreichtum für Tansania realisiert wird. Marliese Jung-Dörr und ihre Schüler engagieren sich seit Monaten, um 10.000 Menschen in Tansania mit einer Solarpumpenstation zu Strom und Wasser und damit zu einem besseren Leben zu verhelfen.  Die Kunden  des Saarpark-Centers sind eingeladen, sich im Center von dem Projekt überzeugen zu lassen  und mitzuhelfen.  

Eine Pflanzaktion im Herbst auf Illinger Wiesen soll  das Vorhaben 2018 zum Blühen bringen. In insgesamt vier Sprachen wird das Logo „life needs water“ mit Frühlingsblühern  auf Illinger Wiesen  entstehen.

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