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Wahlkreis 298 St. Wendel: Sie wollen in den Bundestag einziehen

Wahlkreis 298 St. Wendel : Sie wollen in den Bundestag einziehen

Im Endspurt der Bundestagswahl stellt die Saarbrücker Zeitung die regionalen Direktkandidaten im Wahlkreis 298 vor.

Zehn Kommunalpolitiker kämpfen im Wahlkreis 298, zu dem auch Teile des Kreises Neunkirchen gehören (siehe Info), um ein Direktmandat bei der Bundestagswahl am Sonntag, 26. September. SPD-Kandidat Christian Petry (SPD) haben wir bereits in den vergangenen Tagen vorgestellt, das Porträt von CDU-Kandidatin Nadine Schön folgt am Montag. Hier die Steckbriefe der weiteren Bewerber:

Für die Linke tritt Rosa Grewenig an. Die 83-Jährige wohnt in Schmelz.

 Rosa Grewenig, Linke
Rosa Grewenig, Linke Foto: Michael Büch

Beruf: Kauffrau

Familienstand: verheiratet

Hobbys: Wassersport an und auf der Mosel, Camping

Politische Funktionen: Vor acht Jahren Eintritt in die Partei Die Linke, Gemeinderat Schmelz, Vorsitzende der Partei Die Linke in der Großgemeinde Schmelz, Zweite Beigeordnete der Gemeinde Schmelz, Besitzerin im Kreisverband Saarlouis, im Landesvorstand Saarbrücken, Frauensprecherin des „KAG Frauen Power Die Linke KV Saarlouis“.

Motivation: Frauenpolitik ist mein Thema. Gerecht verdienen, gleiche Chancen, besonders Gleichstellung von Frauen und Männern. Ein Gesetz für gleiche Bezahlung von Mann und Frau. Für gleiche Arbeit. Ein Rückkehrrecht zur Vollzeit nach den Geburten. Unbefristete Arbeitsverhältnisse bei steigendem Mindestlohn.

Warum Die Linke?: Weil sie für mich die einzige Partei ist, die gegen Krieg, Armut und Elend ankämpft.

Politische Ziele: Ich will grundlegende Änderungen in den Frauenthemen, soziale Gerechtigkeit und im Alter Rente für ein Leben in Würde.

Für die FDP tritt Oliver Luksic an. Der 41-Jährige wohnt in Heusweiler.

 Oliver Luksic, FDP  Foto: Fee-Gloria Groenemeyer
Oliver Luksic, FDP Foto: Fee-Gloria Groenemeyer Foto: Oliver Luksic/Fee-Gloria Groenemeyer

Beruf: Bundestagsabgeordneter

Familienstand: verheiratet, zwei Kinder

Hobbys: Fußball, Tennis, Kochen

Politische Funktionen: Seit 2000 Mitglied bei den Jungen Liberalen und der FDP, seit 2011 ehrenamtlich als FDP-Landesvorsitzender und seit 2004 Gemeinderat in Heusweiler. Von 2009 bis 2013 sowie seit 2017 Mitglied des Bundestages.

Motivation: Lust auf Freiheit, Innovation statt Verbote, soziale Marktwirtschaft und Bürgerrechte. Dafür setze ich mich im Saarland wie in Berlin mit viel Überzeugung und Leidenschaft ein.
Politische Ziele: Zukunftsweisende Verkehrspolitik, eine moderne Infrastruktur, eine freie Gesellschaft mit starkem Rechtsstaat und marktwirtschaftliche Politik, die faire Spielregeln für Bürger und Unternehmen setzt.

Für Die Partei tritt Denis Schröder an. Der 20-Jährige wohnt in Eppelborn.

 Denis Schröder, Die Partei
Denis Schröder, Die Partei Foto: Marvin Reuter

Beruf: Student

Familienstand: ledig (noch!)

Hobbys: Feuerwehr, Kochen

Politische Funktionen: Ich bin seit 2019 in der Partei Mitglied und seit 2021 politischer Geschäftsführer des Landesverbands.

Motivation: Ich engagiere mich politisch, da ich die Entscheidungen, die heute gefällt werden, voraussichtlich noch 80 Jahre lang ausbaden darf. Die Partei kam für mich als einzige Partei in Frage, weil ich nur hier seriöse und knallharte Politik ohne schlechte Witze erwarten kann (und weil man mich mit Freibier gelockt hat).

Politische Ziele: Meine wichtigsten sind die Einführung einer Burka-Pflicht für Nazis, der Wiederaufbau der Mauer, und die Senkung des deutschen CO2-Ausstoßes auf ein so niedriges Niveau, dass man „Beatrix von Strolch“ sorgenfrei einen Dieselgenerator schenken kann.

Für die Freien Wähler tritt Clemens Werle an. Der 58-Jährige wohnt in Freisen.

 Clemens Werle, Freie Wähler  Foto: Werle
Clemens Werle, Freie Wähler Foto: Werle Foto: Werle

Beruf: Bankbetriebswirt

Hobbys: Hobbyimker

Politische Funktionen: seit Februar 2018 aktiv für die Freien Wähler, Landesschatzmeister der Freien Wähler Saarland.

Motivation: Ich bin politisch engagiert, weil es für mich eine Form des gesellschaftlichen Engagements darstellt und um die mangelnde Bürgernähe und Vertrauen in die Politik aus der Kommune (Basis) sukzessiv wieder aufzubauen. Die Freien Wähler sind für mich die echte Alternative in der politischen Parteienlandschaft.

Politische Ziele: Stärkung der Kommunen, Schutz der Umwelt und Nachhaltigkeit sowie innere Sicherheit und Stabilität.

Für Die Basis tritt Hans-Theo Both an. Der 61-Jährige wohnt in Lebach.

 Hans-Theo Both, Die Basis
Hans-Theo Both, Die Basis Foto: Jens Säger

Beruf: Betriebswirt

Familienstand: verheiratet

Hobbys: Sport – gesunde Lebensführung

Politische Funktionen: politisch aktiv seit 2021, Kreisvorsitzender.

Motivation: Den Versuch der Alt-Parteien – „die Demokratie abzuschaffen (Aussetzung der Grundrechte/Spaltung der Bürger und so weiter)“ – zu beenden und für den Aufbau einer Basis-Demokratie einzutreten. Vor allem im Sinne unserer Kinder. Mit der aktuellen Verlängerung der „epidemischen Lage von nationaler Tragweite“, ohne wissenschaftliche Evidenz zeigen die „Regierungs-Parteien“ ihr „wahres“ Gesicht. Gemäß Bertolt Brecht: „Wo Recht zu Unrecht wird, wird Widerstand zur Pflicht, Gehorsam aber Verbrechen!“

Warum die Basis?: Weil die Basis die einzige Partei ist, die für wahre Basis-Demokratie steht.

Politische Ziele: Was wollen die Bürger und wie wollen sie in Zukunft leben? In den Bereichen „Steuergerechtigkeit“ – „faires Rentensystem“ – „Bildungssystem“ werde ich meine Erfahrung und mein Wissen für die Umsetzung im Sinne der Bürger einbringen!

Für die Grünen tritt Uta Sullenberger (50) an. Sie wohnt in St. Wendel.

 Uta Sullenberger, Grüne  Foto: Sullenberger
Uta Sullenberger, Grüne Foto: Sullenberger Foto: Sullenberger

Beruf: Lehrerin

Familienstand: verheiratet, ein Kind

Hobbys: Hund Scotty, Essen gehen, Sport, Garten, Nähen, Musik hören, Shoppen, für Freunde schwenken, Helfen.

Politische Funktionen: Seit 2017, Kreisvorsitzende Grüne St. Wendel.

Motivation: Mir ist die Zukunft unserer Kinder das Allerwichtigste, die Natur muss geschützt werden, alle Menschen sind gleich viel wert, und haben ein Recht auf gute Lebensbedingungen. Die Grünen erkannten bereits vor 40 Jahren den Klimawandel und ich möchte nicht, dass Reiche immer reicher und Arme immer ärmer werden. Wir arbeiten eng mit der Wissenschaft zusammen.

Politische Ziele: Corona hat uns gezeigt, dass wir digitales Entwicklungsland sind. Familien litten unter dem Lockdown und viele Selbständige warteten monatelang auf das Überbrückungsgeld. Ein „Weiter so“ darf es nicht geben. Ich möchte für alle Menschen bessere Lebensbedingungen, viel höhere Investitionen in unsere Kitas/Schulen/Bildungsstätten, gleichen Lohn für gleiche Arbeit, eine bessere ärztliche Versorgung, Umdenken in der Forstwirtschaft, die Wirtschaft fördern durch Investitionen in zukunftsrelevante Firmen, Ausbau des Radnetzes/ÖPNV, Transparenz, mehr Bürgerbeteiligung, Dörfer lebenswert machen.

Für die AfD tritt Axel Magar an. Der 66-Jährige wohnt in Tholey.

 Axel Magar, AfD
Axel Magar, AfD Foto: Magar

Beruf: Diplom-Wirtschaftsingenieur

Familienstand: verheiratet, zwei erwachsene Söhne

Hobbys: Obstbäume, Urlaub an der Ostsee, See- und Fischadler bewundern

Politische Funktionen: seit 2013 politisch aktiv, AfD-Kreisvorstand.

Politische Ziele: Meine Motivation, für die AFD zu kandidieren, ist die Tatsache, dass sich nur die AFD gegen den Wahnsinn der EU-Schuldenunion zur Wehr setzt. Nachhaltig zu handeln, bedeutet auch, seinen Nachkommen keine Schulden zu hinterlassen! Leider stimmten alle CDU- und SPD-Bundestagsabgeordneten dieser vertragswidrigen gemeinsamen Verschuldung zu. Auch die EZB finanziert vertragswidrig Staatshaushalte. Infolge dieser fatalen Geld-Politik sowie der verfehlten Globalisierungspolitik wird die Inflationsrate weiter ansteigen. Das Schreckgespenst der Hyperinflation geht wieder um. Die größten Verlierer sind die Rentner und Haushalte mit geringen Einkommen! „In der Politik ist Sachverstand eher hinderlich“, sagen Politikwissenschaftler. Dieser Voraussetzung werden die meisten unserer Berufspolitiker durch ihren Lebenslauf gerecht: Schulsaal-Hörsaal-Plenarsaal. Das Resultat: „Jugend forscht“ bis zum bitteren Ende!“

Für die ÖDP tritt Andrea Honecker (50) an. Sie wohnt in Heusweiler.

 Andrea Honecker, ÖDP
Andrea Honecker, ÖDP Foto: Fotostudio Hofra/St. Ingbert

Beruf: Förderschullehrerin

Familienstand: verheiratet, zwei Söhne

Hobbys: Lesen, Garten

Politische Funktionen: politisch aktiv seit 2018 als ÖDP-Unterstützer, Mitglied in der ÖDP seit 2020

Motivation: Ich engagiere mich in der Politik, weil ich einen respektvollen Umgang im politischen Miteinander derzeit vermisse. Die ÖDP vertritt mit ihrem Parteiprogramm am ehesten meine Auffassungen von einer von Respekt getragenen Gesellschaft im Miteinander von Natur, Umwelt und Mensch, die durch nachhaltiges Handeln auch den künftigen Generationen eine lebens- und liebenswerte Umwelt hinterlässt.

Politische Ziele: Förderung von Familien, Förderung von Inklusion, Reduktion des ökologischen Fußabdrucks, Klimaschutz