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(Vorläufiges) Saisonaus im Squash in Neunkirchen

SRC Illtal : (Vorläufiges) Saisonaus im Squash

Steigende Infektionszahlen zwingen die Hallensportler in die Knie.

Kaum hatte im Saarland die Squash-Saison begonnen, scheint sie auch bereits wieder Geschichte zu sein. Wie in etlichen anderen Hallensportarten auch, zwingen die ansteigenden Infektionszahlen bezüglich der Corona-Pandemie die Squasher (zumindest vorläufig) in die Knie. Vertreter der Landesverbände Saarland und Rheinland-Pfalz hatten sich getroffen, um die aktuelle Situation zu bewerten.

Dabei wurde beschlossen, den Spielbetrieb mit sofortiger Wirkung auf unbestimmte Zeit ruhen zu lassen. In einer Pressemitteilung der Ligaleitung heißt es: „Wir sehen es als nicht machbar an, den Spielbetrieb sportlich fair und gefahrlos aufgrund des aktuellen Infektionsgeschehens zur Zeit fortzuführen. Wir hoffen auf das Verständnis aller Betroffenen. In einigen Städten/Landkreisen gilt sogar bereits wieder das Verbot, im Wettkampfmodus Kontaktsport auszuüben.“ Man werde die Situation beobachten, doch es fehle momentan der Glaube daran, dass der Spielbetrieb in naher Zukunft wieder aufgenommen werden könne.

Sollte es dennoch so weit kommen, will die Ligaleitung die Saison fortführen. Die bis zu diesem Zeitpunkt ausgefallen Spieltage sollen dann hinter dem letzten geplanten Spieltag (Anfang Mai 2021) bis in den Sommer hinein verlagert werden. Die Pressemitteilung endet mit den Worten: „Wir hoffen darauf, dass ihr zumindest abseits des Wettkampfes unseren tollen Sport weiter ausüben könnt.“

Tobias Baab vom Regionalligisten SRC Wiesental St. Ingbert, der auch in Sachen Verbandsarbeit engagiert ist, zeigte sich von der aktuellen Entwicklung enttäuscht, aber auch gleichzeitig gefasst: „Das ging nun schneller als gedacht – aber damit hat bei uns so ziemlich jeder auch gerechnet. Was will man machen?“ Baab und seine Vereinskameraden hoffen nun darauf, zumindest den Trainingsbetrieb aufrecht erhalten zu können.

Der SRC Wiesental St. Ingbert hatte in der Regionalliga nach dem ersten Doppel-Spieltag Rang zwei belegt. Betroffen von dieser Entscheidung ist auch der erste Spitzenreiter der noch jungen Spielzeit, der SRC Illtal. „Es ist für sämtliche Vereine eine absolute Katastrophe. Wir hatten gerade den Trainingsbetrieb nochmal halbwegs normal gestaltet. Wir konnten uns dabei endlich wieder regelmäßig sehen“, erklärt Illtals Routinier Stefan Alt und ergänzt: „Ich sehe alles nicht so dramatisch. Ich hätte mal noch den nächsten Spieltag am kommenden Samstag abgewartet. Aus unserem Umfeld beziehungsweise in unseren Ligen hier gab es ja noch nicht einmal einen Verdachtsfall.“ Die Hygienekonzepte hätten gut funktioniert. Auch die Anlagenbetreiber seien betroffen und würden eventuell „das Ganze hier auf Dauer nicht überleben“. Man hoffe nun darauf, zumindest unter Auflagen weiter trainieren zu dürfen.

Auch für die Oberliga-Squasher des Tabellenvierten SC Homburg war der Traum von einer gewissen Normalität trotz Corona schnell ausgeträumt. Der Verein ist in der Bexbacher Sportarena Lichtburg beheimatet. „Es ist eine richtige Katastrophe. Wir hatten gerade aufgrund der Corona-Bedingungen eine schwierige Vorbereitung hinter uns gebracht – und dann das! Allerdings hatte sich ja das Ganze bereits abgezeichnet, letztlich steht natürlich die Gesundheit über allem“, betont Homburgs Vorsitzender Christoph Mohr. Die Hoffnung auf einen Re-Start der Saison sei da, aber auch gering. Nun müsse versucht werden, unter Einhaltung der Corona-Auflagen weiterhin zu trainieren und das Vereinsleben „so gut es geht“ am Leben zu erhalten.