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Vorbeugen ist besser als heilen

Vorbeugen ist besser als heilen

Die Null musste stehen am vergangenen Samstag Nachmittag in Waldalgesheim. Zumindest aus Neunkircher Sicht. Und wenn beide Trainer damit einverstanden sind und das als Erfolg verbuchen, ist ja auch jedem damit gedient. Dass damit aber auch noch 400 teils weitgereiste Zuschauern der Nachmittag verdorben wurde, interessiert da am Ende nicht mehr

Die Null musste stehen am vergangenen Samstag Nachmittag in Waldalgesheim. Zumindest aus Neunkircher Sicht. Und wenn beide Trainer damit einverstanden sind und das als Erfolg verbuchen, ist ja auch jedem damit gedient. Dass damit aber auch noch 400 teils weitgereiste Zuschauern der Nachmittag verdorben wurde, interessiert da am Ende nicht mehr. Für die Schwarz-Weißen war es erst mal schwer, überhaupt eine konkurrenzfähige Mannschaft aufbieten zu können. Zu viele Verletzte wurden im Abschlusstraining erwartet. So musste erst mal gesichtet werden, wer überhaupt zur Verfügung steht. Kai Hillmann hatte im Spiel in Idar-Oberstein einen Schuss aufs Ohr bekommen und klagte wegen eines Lochs im Trommelfell über Gleichgewichts-Störungen, aber die Platzherren taten ihm mit ihrem harmlosen Sturm einen Riesengefallen und bewahrten ihn vor weiteren Schwindelanfällen. Michael Müller musste nach nur einer Trainingseinheit gleich wieder ran und setzte sich dem Risiko einer erneuten Verletzung aus. Und da beim Neuling Edson Siasia die Spielgenehmigung noch nicht vorlag, konnte der einstige Spieler des FC Baulmes (Schweiz) erst gar nicht ins Geschehen eingreifen. Allerdings muss sich Trainer Günter Erhardt bei der Vielzahl der muskulären Verletzungen (u.a. Chouaib, Hürter) auch fragen lassen, ob die Trainingsintensität, verbunden mit den für Oberligisten schwierigen Bedingungen, richtig gewählt ist. Bei der Anzahl der Ausfälle hätte die ein oder andere Sache durch Prävention vielleicht verhindert werden können, wenn die Belastungen entsprechend verteilt worden wären. Auch hätte in manchen Fällen ein vorbeugender Arztbesuch Sinn gemacht. Doch dazu müssen auch die Rahmenbedingungen stimmen, und da hapert es bei der Borussia an allen Ecken und Enden.