1. Saarland
  2. Neunkirchen

Unfaire Schuldzuweisungen

Unfaire Schuldzuweisungen

Unfaire SchuldzuweisungenZum Bericht "Mama ich hab' Abi" (SZ vom 21. Juni)"Mama ich hab' Abi" - das konnten wir am 19. Juni endlich verkünden! Die Abiturfeier des Gymnasiums am Steinwald war ein schönes Erlebnis

Unfaire SchuldzuweisungenZum Bericht "Mama ich hab' Abi" (SZ vom 21. Juni)"Mama ich hab' Abi" - das konnten wir am 19. Juni endlich verkünden! Die Abiturfeier des Gymnasiums am Steinwald war ein schönes Erlebnis. Nach der Feier standen uns nur noch zwei Termine bevor: Zunächst der Tag, an dem wir die Aula aufräumen und alle Überbleibsel der Feier beseitigen wollten. Leider wurden uns schon hier seitens der Schulleitung Steine in den Weg gelegt, weil uns Putzutensilien verwehrt wurden. Weiterhin bekamen wir glücklicherweise einen weiteren Termin, an dem der Abifilm den Schülern gezeigt werden sollte. Als wir am 28. Juni die Aula betraten, waren wir geschockt, denn wir mussten den Müll vom Aulaboden sammeln, der am Schulfest produziert wurde. Hier muss gesagt sein, dass wir weder unangekündigt noch zur ersten Stunde in die Schule kamen. Zudem fehlten uns der Lehrer, der sonst die Technik übernahm, und die Kabel, um alles anzuschießen. Wir wollten nicht als einziger Jahrgang ohne Abifilm bekannt werden und versuchten deshalb alles, um den Film zeigen zu können, sogar ein Adapterset wurde von uns gekauft, obwohl dies in der Schule vorhanden sein sollte. Endlich war alles bereit, auch wenn wir etwa zehn Minuten Verspätung hatten. Als wir dann die Schüler dazu bewegen konnten, ruhig zu sein, kam die Direktorin aufgeregt in die Aula, schickte alle gespannten Schüler zurück in den Unterricht und begann, einige Abiturienten lautstark zu beschuldigen. Die Krönung kam in einer Durchsage, mit der die Direktorin darauf hinwies, dass das "Abiteam" die alleinige Schuld tragen würde. Zudem wurde uns gesagt, dass wir es nicht wagen sollten, uns an die SZ zu wenden. Wir sind traurig darüber, dass unser Film nicht gezeigt wurde und wollen unsere Sicht der Dinge schildern und die unfairen Schuldzuweisungen korrigieren. Anne-Catherine Böhmer, Jacqueline Seidel, Julia Keller und viele weitere Abiturienten Vibrationen lassen das Haus wackelnZum Artikel: "Schlaglöcher sind Standard" (SZ vom 26. Juni)Für uns ist die Situation weit schlimmer, als in dem Bericht deutlich wird, da zusätzlich zu dem Lärm starke Vibrationen unser Haus regelrecht zum Wackeln bringen. Die Fahrbahn kommt bei jedem 30-Tonner sogar zum Schwingen, so dass man meinen könnte, dass unter uns alles hohl ist. Dauer-Bruchstellen auf Höhe Stuppis-Eck und an der Ortsgrenze Höhe Lidl-Markt, lassen Schlimmstes befürchten. Durch den "Roadrepairpatcher", (was für ein Wort!) wurde die Straße nicht etwa repariert, sondern eher verschlimmbessert. Jeder noch so kleine Riss wurde ziemlich großzügig mit Splitt abgedeckt, so dass wir jetzt über eine echte Moto-Cross-Strecke verfügen, für Motorradfahrer eine Slalomstrecke mit höchstem Risikofaktor. Besonders schwere Lkw mit Anhänger springen und tanzen, dass es nur so scheppert. Hans-Otto Lang, SchiffweilerMehrkosten müssen die Verbraucher bezahlenZum Artikel: "Das Saarland ist ein Energieland" (SZ vom 21. Juni)In dem Bericht geht es um die Inbetriebnahme des Windparks auf dem Hungerberg. Nach Aussage der dort anwesenden saarländischen Umweltministerin Simone Peter würden die drei Windräder ungefähr 3500 Haushalte mit Strom versorgen. Ich halte es für einen Glücksfall in Dörrenbach zu wohnen und nicht von dem Strom der Anlagen abhängig zu sein, denn diese bringen nur bei Windstärke sechs bis sieben ihre volle Leistung. Bei weniger starkem Wind bringen sie nur eine Teilleistung oder drehen sich überhaupt nicht.Die Windenergieanlagen sollen in einem "normalen Windjahr" zwölf Millionen Kilowattstunden Strom liefern. Weil der Windradbetreiber nach dem Energie-Einspeisegesetz neun Cent pro Kilowattstunde erhält, die Kraftwerke den Strom aber für zwei Cent abgeben, kosten uns die drei Anlagen jedes Jahr zwölf Millionen mal 0,07 gleich 840 000 Euro zusätzlich, also in den nächsten 25 Jahren 21 Millionen Euro. Diese Mehrkosten müssen wir als Verbraucher zahlen. Mit jedem Windrad erhöhen sich diese Zusatzkosten. Warum manche Leute darüber jubeln und sich freuen, dass der Strom teurer wird, ist mir unverständlich. Raimund Benoist, Dörrenbach