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Fußball
Und wieder Außenseiter

Eppelborns Trainer Jan Berger hat gute Spiele seiner Mannschaft gegen die Spitzenteams gesehen. Jetzt muss der FVE nach Pirmasens. Wieder zu einem Spitzenteam.
Eppelborns Trainer Jan Berger hat gute Spiele seiner Mannschaft gegen die Spitzenteams gesehen. Jetzt muss der FVE nach Pirmasens. Wieder zu einem Spitzenteam. FOTO: Andreas Schlichter
Eppelborn. Der FV Eppelborn muss am Samstag beim FV Pirmasens ran. Danach beginnen die Wochen der Wahrheit für den Oberligisten. Von Heinz Bier

Nach dem 1:1 am Sonntag gegen den FC Homburg zeigte der FV Eppelborn auch am Mittwochabend im Nachholspiel gegen Eintracht Trier eine engagierte Leistung – auch wenn das Ergebnis etwas anderes vermuten lässt. Trotz der klaren 0:3-Niederlage hat die Eppelborner Mannschaft vor 600 Zuschauern im Illtalstadion im Nachholspiel der Oberliga Rheinland-Pfalz/Saar keineswegs enttäuscht. „Die Jungs haben sich gegen einen ehemaligen Zweitligisten sehr gut geschlagen“, bescheinigt der Sportdirektor der Mannschaft Tobias Saar. Und: „Nach dem 1:1 gegen Homburg haben wir gegen eine weitere Spitzenmannschaft gut mitgehalten, auch wenn der Trierer Sieg letztlich verdient war, weil die Gäste über weite Strecken spielbestimmend waren.“


Vielleicht wäre gegen den Dritten sogar mehr drin gewesen, hätte Pascal Schmidt kurz nach der Pause die Riesengelegenheit zum 1:1 genutzt, „aber stattdessen haben wir im Gegenzug das 0:2 kassiert“, bedauerte der FVE-Sportdirektor.

Am Samstag wartet auf den FV Eppelborn die nächste Herausforderung, dann muss der Aufsteiger um 14.30 Uhr beim FK Pirmasens antreten. „Das ist in dieser Woche natürlich schon harte Kost für uns“, meint der Sportdirektor angesichts der drei Spiele gegen das Spitzentrio der Liga innerhalb von sechs Tagen. „Natürlich ist Pirmasens gegen uns klarer Favorit, denn die wollen ja mindestens Zweiter werden und dürfen sich zuhause keinen Punktverlust erlauben“, weiß Tobias Saar. Mit schlockernden Knien werden die Saarländer aber dennoch nicht auf die Husterhöhe fahren. „Jetzt werden die Arme hochgekrempelt“, kündigt der Sportchef an und er äußert sich weiter: „Die Einstellung der Mannschaft stimmt, das hat man gegen Homburg und Trier gesehen. Und vielleicht können wir mit der gleichen Mentalität in Pirmasens ja eine Überraschung schaffen“, ist Saar vorsichtig optimistisch.

Aber den Drittletzten plagen Personalprobleme. Nach dem Ausfall von Maurice Schwenk, der gegen Trier nach einem Sturz mit einer Schulterverletzung vom Platz musste, stehen Trainer Jan Berger gerade noch elf gesunde Spieler aus dem Oberligakader zur Verfügung. Deshalb werden erneut einige Akteure aus der zweiten Reihe eine Chance bekommen, kündigt der Sportdirektor an und er sagt weiter: „Aber egal, wer spielt, die Mannschaft, die in Pirmasens auf dem Platz stehen wird, hat das volle Vertrauen von Vorstand und sportlicher Leitung“, versichert Tobias Saar.

Auch wenn der FV Eppelborn am Samstag möglicherweise mit leeren Händen aus Pirmasens nach Hause fährt, wird keine Resignation aufkommen, versichert Saar. „Danach treffen wir auf Gegner unserer Kragenweite, gegen die wir unsere Punkte holen müssen“, blickt er schon auf die kommenden Aufgaben gegen den FV Engers am nächsten Dienstag um 19 Uhr im Illtalstadion und die Begegnung beim Abstiegsmitkonkurrenten SV Morlautern am nächsten Samstag.