1. Saarland
  2. Neunkirchen

Umsetzung der Synodenergebnisse von Trier

Umsetzung der Synodenergebnisse von Trier : Was bisher geschah

Mit der vom Bischof ausgerufenen Diözesansynode wollte sich die katholische Kirche im Bistum Trier neu ausrichten. Der Reformprozess stockt, Rom hat interveniert. Eine Chronologie.

2013 – 2016 Trierer Synode. Fachgremien erarbeiten Vorschläge auch zur Pfarreienreform: Aus an die 890 Pfarreien werden 35 Großpfarreien. An der Spitze stehen Leitungsteams aus Pfarrern, hauptamtlichen Laien und Ehrenamtlichen.

15. Oktober 2019 Das Umsetzungsgesetz der Synoden-Ergebnisse tritt in Kraft: Grundlage für die territoriale und organisatorische Neugliederung und -gestaltung der Pfarreien im Bistum Trier. Die ersten 15 Pfarreien der Zukunft starten zum 1. Januar 2020, die anderen zum 1. Januar 2021. Die Pfarreien im Landkreis Neunkirchen gehen auf in den beiden Großpfarreien Neunkirchen (Neunkirchen, Ottweiler, Schiffweiler, Spiesen-Elversberg, Teile Illingen) und Lebach (Eppelborn, Teile Illingen). Deren Starttermin nach Plan ist der 1. Januar 2021.

Lokale Steuerungsgruppen sollen den Übergang zur Großpfarrei regeln

Rekurs: Priestergemeinschaft Unio Apostolica und Initiative Kirchengemeinde vor Ort klagen gegen das Gesetz in Rom (Rolle des Pfarrers, Pfarreiengröße).

21. November 2019 Die römische Kleruskongregation setzt das Umsetzungsgesetz aus.

Dezember 2019 Mandate der lokalen Steuerungsgruppen ruhen

5. Juni 2020: Bischof, Generalvikar und Beauftragter für die Synodenumsetzung sind zu Gesprächen in Rom.

9. Juni 2020 Die römische Intervention wird öffentlich. Rom stört sich an der Leitungsstruktur und Leitungsrolle des Pfarrers, an der Konzeption der pfarrlichen Gremien, an der Größe der künftigen Pfarreien und am Zeitplan.

17. - 19. Juni 2020 Der Bischof berät mit den diözesanen Räten, den Dekanatsleitungen, den Führungskräfte in Generalvikariat und Caritasverband, den designierten Leitungsteams und der Gesamtmitarbeitervertretung. Und macht Vorschläge, wie der Reformprozess weitergehen könnte. Die Synode mit ihren Beschlüssen stehe nicht in Frage, so der Bischof, es gehe um den Teil Pfarreienreform. Er sei „selbst ernüchtert und auch ein Stück bedrückt durch die massive römische Intervention“.

20. Juli 2020 Die Kleruskongregation des Vatikans formuliert ihre Instruktion „Die pastorale Umkehr der Pfarrgemeinde im Dienst an der missionarischen Sendung der Kirche“. Die setzt einer Gemeindereform enge Grenzen.

24. Juli 2020 Der Bischof nimmt Stellung zur Römischen Instruktion.

August 2020 Die Steuerungsgruppe zur Umsetzung der Synodenergebnisse veranstaltet Mitte August Workshops.

September 2020 Die Ergebnisse der Workshops bilden die Grundlage für die Entscheidungen des Bischofs nach einer weiteren Beratung in großer Runde.

2021 und 2022 Umsetzungsschritte der überarbeiteten Pfarreienreform.