Der Ukraine-Krieg macht den Menschen in Neunkirchen Angst „Dann kommt die nächste Katastrophe“

Neunkirchen · Mahnwache in Neunkirchen: Alt und Jung vereint in der Sorge um den Frieden in der Welt nach dem Einmarsch der russischen Truppen in der Ukraine.

Brunhilde und Wolfgang Jerrentrup aus Neunkirchen gehen davon aus, dass die Solidarität mit der Ukraine auf breitere Füße gestellt wird.

Brunhilde und Wolfgang Jerrentrup aus Neunkirchen gehen davon aus, dass die Solidarität mit der Ukraine auf breitere Füße gestellt wird.

Foto: Heike Jungmann

Die jungen Leute wussten nicht, dass auf dem Stummplatz gerade eine Mahnwache für Frieden beginnt, als sie sich dort am Freitagnachmittag treffen. Doch spontan beteiligen sie sich an der Schweigeaktion des Neunkircher Forums für Freiheit, Demokratie und Antifaschismus rund um die Brunnenanlage. Der russische Angriff der Ukraine beschäftigt sie, „ich mache mir Sorgen“, sagt eine 19-Jährige. Tiziano ist ebenfalls 19 und befürchtet eine Ausweitung des Krieges, wenn Deutschland Waffen in die Ukraine schicken würde. Ein 24-Jähriger bringt die Gefühlslage der jungen Menschen auf den Punkt: „Seit zwei Jahren haben wir diese scheiß Corona-Krise. Jetzt gibt es einen Lichtblick, und dann kommt die nächste Katastrophe.“