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Trauer um Elefant Rani im Neunkircher Zoo

Dickhäuter eingeschläfert : Trauer um Elefantenkuh Rani im Neunkircher Zoo

Der Neunkircher Zoo betrauert eines seiner beliebtesten Tiere: Die Elefantenkuh Rani starb am Freitagabend, sie musste eingeschläfert werden.

Weil der Zoo in der Corona-Krise geschlossen ist, dürfen die Elefanten in Neunkirchen über die Besucherwege spazieren. Dafür war Rani zu schwach. Nur im Gehege konnte sich die asiatische Elefantenkuh noch bewegen. Am Freitagabend musste ein Tierarzt den Dickhäuter einschläfern. Zoodirektor Norbert Fritsch sah keine andere Wahl. „Ihr Allgemeinzustand war so schlecht“, erklärt Fritsch. „Rani hatte erhebliche Schmerzen und hat ziemlich gelitten.“

Die Elefantenkuh wurde 51 Jahre alt. Sie habe ein recht hohes Alter erreicht, sagt Fritsch, der in den vergangenen Jahren beobachten musste, wie es Rani zunehmend schlechter ging. „Sie hat seit drei Jahren schon ziemlich abgebaut, ist knochiger geworden und mehrfach zusammengebrochen“, berichtet Fritsch. Zwei Mal mussten Dutzende Rettungskräfte das Tier wieder aufrichten. Zuletzt kam es vor knapp zwei Jahren zu einem solchen Großeinsatz am Elefantentempel.

Nun müssen sich Fritsch und seine Mitarbeiter von der mächtigen Elefantin verabschieden, die vor zehn Jahren aus Benidorm in Spanien ins Saarland gekommen war. „Wir haben das immer befürchten müssen, sie war immer kritisch“, sagt Fritsch. „Wir haben sie ein paar Mal retten und immer wieder aufpäppeln können.“

Im Neunkircher Zoo gibt es mit Kirsty eine zweite Elefantin, die sogar zwei Jahre älter ist als das nun verstorbene Tier. Sie musste miterleben, wie Rani starb. „Ich bin mir ziemlich sicher, die weiß, was da vor sich ging“, sagt Fritsch. Allzu lange soll Kirsty nicht alleine bleiben, sie brauche eine Artgenossin, erklärt der Zoodirektor.

Weshalb sich der Zustand der geschwächten Elefantenkuh so rapide verschlechterte, wird der Leiter des städtischen Zoos nie genau erfahren. Normalerweise untersucht die Universität Gießen die in Neunkirchen gestorbenen Tiere. Doch wegen der Corona-Krise ist die Tiermedizin der Hochschule geschlossen, eine Sektion nicht möglich. Daher kann Fritsch nichts anderes tun, als Rani zur Tierkörperbeseitigung in Rivenich an der Mosel bringen zu lassen.