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Themenabende in das Martin-Luther-Haus in Furpach
Im Vortrag geht es um Zivilcourage

Furpach. Wissenswerte Einblicke in die Geschichte stehen an: Die evangelische Kirchengemeinde Neunkirchen lädt für den kommenden Donnerstag, 30. August, um 19 Uhr zu einem Vortrag in der Reihe der Themenabende in das Martin-Luther-Haus in Furpach, Sebachstraße 5, ein.

„In der Wüste leben: Juden und Protestanten im besetzten Frankreich 1940 – 1944“, ist das Referat von Pfarrer i.R. Max Krumbach überschrieben.


Juden und Protestanten gehörten und gehören bis heute in Frankreich zu den Minderheiten und sammelten als solche im Laufe der Jahrhunderte ähnliche Erfahrungen. Aufmerksam beobachteten die französischen Protestanten die unheilvollen Entwicklungen in Deutschland nach der Machtergreifung der Nationalsozialisten im Jahre 1933 und die damit einher gehende immer massiver werdende Verfolgung der deutschen Juden. Die protestantische Hilfsorganisation Cimade – die im Übrigen bis heute existiert - setzte sich damals für die Flüchtlinge, insbesondere für die Rettung der Juden, ein.

Ein Beispiel für den Widerstand lieferte das Dorf Le Chambon-sur-Lignon mit den Pfarrerehepaaren Trocmé und Theis, dem Direktor Darcissac und vielen Gemeindegliedern. Sie nahmen verfolgte jüdische Flüchtlinge auf und retteten durch ihre Zivilcourage vielen Juden das Leben. Manche der Helfer bezahlten ihren selbstlosen Einsatz gar mit dem Leben. Pfarrer Max Krumbach erzählt von engagierten Menschen, die mit ihrer Nächstenliebe und ihrem Mut Licht und Hoffnung in diese dunkle und grausame Zeit gebracht haben. Der Eintritt zu der Veranstaltung ist frei.