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Tennis-Damen vom TuS Neunkirchen in der Oberliga spitze

Tennis-Oberliga : TuS-Tennisspielerinnen feiern Traumstart

Das Ziel ist der Klassenerhalt. Doch nach drei Spieltagen grüßen die Damen des TuS Neunkirchen in der Tennis-Oberliga von der Tabellenspitze. Am Sonntag hatte auch der TC Blau-Weiß Homburg im Saar-Derby am Neunkircher Biedersberg keine Chance.

Die Voraussetzungen für ein echtes Spitzenspiel hätten nicht besser sein können. Am Sonntag trafen die Tennisspielerinnen des TuS Neunkirchen und des TC Blau-Weiß Homburg am Neunkircher Biedersberg aufeinander. Beide Mannschaften hatten am Tag davor aber noch einmal getrennt voneinander Werbung für das Gipfeltreffen der Damen-Oberliga gemacht. Die Blau-Weißen konnten auf eigener Anlage den TSC Mainz nach einer furiosen Aufholjagd knapp mit 5:4 bezwingen. Nach den Einzeln hatten die Homburgerinnen noch mit 2:4 zurückgelegen. Da Mainz nur noch eines der folgenden drei Doppel hätte gewinnen müssen, sprach alles gegen Homburg. Beim TC Blau-Weiß hatten nur die Tschechin Ivana Sebestova und Julia Schneller ihre Einzel gewonnen. Ohne Punkte blieben Samira Backes, Katharina Jager, Meike Vorschel und Evelyne Schmitz. In den Doppeln folgte dann aber die kleine Sensation. Sowohl Sebestova/Jager, Backes/Vorschel als auch Schneller/Schmitz gingen aus ihren Partien siegreich hervor und sorgten für den 5:4-Erfolg.

Zeitgleich hatte Neunkirchen das Schlusslicht TC Mutterstadt zu Hause souverän mit 8:1 bezwungen. Schon nach den Einzeln lag der TuS nach Siegen von Julia Traub, Aiva Schmitz, Sofie Schwenkreis, Aaliyah Hohmann, Stella Schmitz und Margaux Tulet-Jost uneinholbar mit 6:0 vorne. Im Doppel waren Straub/Stella Schmitz sowie Aiva Schmitz/Tulet-Jost erfolgreich. Die einzige Niederlaga kassierte das Neunkircher Duo Schwenkreis/Hohmann gegen Nathalie Scherdel/Lisa Keller.

Am Sonntag folgte dann das Gipfeltreffen der beiden zu diesem Zeitpunkt ungeschlagenen Ostsaar-Mannschaften in der Oberliga. Beide Teams hatten auch ihre Auftaktspiele in der Woche zuvor gewonnen und begegneten sich mit der blütenweißen Weste von 4:0 Punkten. Viele Zuschauer waren trotz sengender Hitze am Biederberg vor Ort und unterstützten ihre Mannschaften im Spitzenspiel.

Dieses verlief dann allerdings recht einseitig. Die Gastgeberinnen ließen zu keinem Zeitpunkt einen Zweifel am Gewinner aufkommen und siegten deutlich mit 7:2. Bereits nach den sechs Einzeln war den Neunkircherinnen beim Zwischenstand von 5:1 der Sieg nicht mehr zu nehmen. Die einzige Niederlage für die Mannschaft vom Biedersberg gab es im Spitzeneinzel: Julia Traub unterlag der bärenstarken Tschechin Sebestova 3:6, 2:6. Für Neunkirchen gewannen: Aiva Schmitz (6:2, 6:1 gegen Backes), Marie Weckerle (6:0, 6:0 gegen Jager), Schwenkreis (6:4, 6:2 gegen Vorschel), Hohmann (6:2, 6:4 gegen Schneller) sowie Stella Schmitz (6:4, 6:2 gegen Schmitz). Im Doppel unterlagen Traub/Aiva Schmitz Homburgs Spitzenduo Sebestova/Backes 4:6, 4:6. Die weiteren Neunkircher Zähler holten Weckerle/Stella Schmitz (6:0, 6:2 gegen Jager/Vorschel) und Hohmann/Tulet-Jost (6:3, 5:7, 10:5 gegen Schneller/Schmitz).

„Für uns war es natürlich ein optimales Wochenende. Wir haben jetzt einen deutlichen Schritt in Richtung Klassenverbleib gemacht. Rein theoretisch könnten wir jetzt sogar um die oberen Tabellenplätze mitspielen“, freute sich Neunkirchens Vorsitzender Frank Benoit. Man werde aber auch weiterhin „nur von Spiel zu Spiel“ schauen. Momentan gebe jede Spielerin aus dem Kader „Vollgas und trainiert richtig gut“.

Die Enttäuschung auf Homburger Seite hielt sich derweil in Grenzen, denn auch die Blau-Weißen haben als Ziel den Klassenverbleib ausgegeben. Zwar könnte es in der neun Mannschaften zählenden Oberliga – abhängig davon, welche Vereine aus der Regionalliga absteigen – bis zu vier Absteiger geben. Dennoch liegt Homburg mit 4:2 Punkten noch voll im Soll. „Am Samstag gegen Mainz haben wir eine super Mannschaftsleistung gezeigt und das Spiel in den Doppeln noch gedreht. Es war klasse, wie wir da von außen unterstützt worden sind. Die Neunkircher Mannschaft war in der Breite besser als wir aufgestellt und hat auch verdient gewonnen“, sagte Homburgs Mannschaftsführerin Samira Backes. Die Leistung von Spitzenspielerin Ivana Sebestova, die in ihren drei Saisonspielen für Homburg noch keinen Satz abgegeben hat, sei „herausragend“ gewesen.

 Die Neunkircherinnen Aiva Schmitz (vorne) und Julia Traub verloren zwar ihre Doppelpartie gegen die Homburgerinnen Samira Backes und Ivana Sebestova. Dennoch gewann der TuS die Partie in der Endabrechnung mit 7:2 – und steht mit blütenweißer Weste an der Spitze der Oberliga. 
  Fotos: Holzhauser
Die Neunkircherinnen Aiva Schmitz (vorne) und Julia Traub verloren zwar ihre Doppelpartie gegen die Homburgerinnen Samira Backes und Ivana Sebestova. Dennoch gewann der TuS die Partie in der Endabrechnung mit 7:2 – und steht mit blütenweißer Weste an der Spitze der Oberliga. Fotos: Holzhauser Foto: Stefan Holzhauser
 Aaliyah Hohmann vom TuS Neunkirchen gewann sowohl am Samstag gegen Mutterstadt als auch am Sonntag im Derby gegen Homburg ihr Einzel.
Aaliyah Hohmann vom TuS Neunkirchen gewann sowohl am Samstag gegen Mutterstadt als auch am Sonntag im Derby gegen Homburg ihr Einzel. Foto: Stefan Holzhauser

Der TuS Neunkirchen hat nun mit 6:0 Zählern vor dem ebenfalls noch verlustpunktfreien TC Boehringer Ingelheim (4:0) die Tabellenführung übernommen. Homburg ist Vierter. Am kommenden Samstag, 26. Juni, gastiert Homburg um 10 Uhr beim noch punktlosen Schlusslicht TC Mutterstadt. Das Neunkircher Team ist einen Tag später ebenfalls um 10 Uhr beim auf Rang sieben platzierten TSC Mainz zu Gast. „Für uns wird es ein extrem wichtiges Spiel. Ein Sieg in Mutterstadt würde uns dem Klassenverbleib ein großes Stück näher bringen“, sagt Backes. Und Benoit glaubt trotz der aktuellen Spitzenposition des TuS „keineswegs an einen Selbstläufer in Mainz“. Die Rheinhessinnen würden in Bestbesetzung zu den stärksten Mannschaften der Liga gehören. „Von daher muss man abwarten, wer bei ihnen tatsächlich auf dem Platz stehen wird“, warnt der Neunkircher Vorsitzende.