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SZ-Fotograf Willi Hiegel in Neunkirchen am Sonntag gestorben

Ein Jahr nach Gerd Meiser : Trauer in Neunkirchen um SZ-Fotograf Willi Hiegel

Nur sechs Wochen nach seinem 80. Geburtstag ist der Neunkircher Fotograf Willi Hiegel gestorben.

Fast genau ein Jahr nach seinem besten Freund Gerd Meiser ist nun auch SZ-Fotograf Willi Hiegel gestorben. Am 22. Mai war der Neunkircher Fotokünstler 80 Jahre alt geworden, zum Feiern war ihm nicht zumute. Nicht erst seit den Kontaktbeschränkungen wegen der Corona-Pandemie hatte sich Willi Hiegel, der Mann mit dem prägnanten Äußeren, im Stadtbild rar gemacht. 1974 begann seine Laufbahn als Fotojournalist in der Lokalredaktion Neunkirchen. Willi Hiegel wurde durch unzählige Termine und Begegnungen mit Tausenden von Menschen zum Gesicht der Zeitung. Jeder kannte ihn, den Mann mit den langen Haaren und dem Auge für den besten Blickwinkel beim Fotografieren. Als „personifizierte Lokalgeschichte der letzten 36 Jahre“ hatte ihn sein Weggefährte Meiser, der langjährige Leiter der Lokalredaktion Neunkirchen, in einem Artikel zum 70. Geburtstag bezeichnet. Einer, der nicht nur fotografierte, sondern sich einmischte, seine Meinung sagte, auch wenn sie nicht jedem passte. Betrauert wird Willi Hiegel von seiner Familie, die immer das wichtigste für ihn war und von vielen Neunkirchern, die seine Fotokunst, aber auch seine ehrliche Art schätzten. „Ich und viele werden Dich vermissen“ hat am Sonntag sein Freund Gerd Erdmann bei Facebook geschrieben. Wie wahr.