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SVGG Hangard hat großen Umbruch hinter sich

Fußball-Verbandsliga : „Das Ziel kann nur der Ligaverbleib sein“

Beim Abbruch der vergangenen Spielzeit stand Fußball-Verbandsligist SVGG Hangard ohne Punkt am Tabellen-Ende. In der kommenden Runde muss das anders laufen, fordert Trainer Stephan Schock. Dessen Mannschaft allerdings einen gewaltigen Umbruch hinter sich hat.

Fünf Spiele, kein Punkt und 5:20 Tore – die Abbruchsaison 2020/21 in der Verbandsliga Nordost war für die Sportvereinigung (SVGG) Hangard einfach nur zum Vergessen. Von illusorischen Vorstellungen sind die Verantwortlichen deshalb auch vor der neuen Spielzeit weit entfernt. „Unser Ziel kann nur der Ligaverbleib sein“, formuliert Trainer Stephan Schock die Maßgabe, „denn sonst brauchen wir gar nicht in die Saison zu gehen“.

Zumal er eine fast komplett neue Mannschaft formen muss, nachdem sieben Spieler den Verein verlassen haben und zehn Neue hinzugekommen sind. „So etwas wie dieses Jahr habe ich noch nicht erlebt“, hatte sich Vereinschef Martin Bölk schon vor einiger Zeit geäußert. Ganz ähnlich empfindet es der Trainer. Das sei schon eine ganz schöne Fluktuation, bestätigt Stephan Schock beim SZ-Besuch. Diese müsse der Verein in den Griff bekommen. „Man muss auf die Jahre wieder Stabilität reinbringen“, nennt der 50-Jährige eine wichtige Aufgabe für die Verantwortlichen.

Zu den sieben Akteuren aus dem Verbandsligakader, die den Verein verlassen haben, gehören auch Hangarder Eigengewächse wie der langjährige Kapitän David Lerner. Ihn zog es zum Liga-Konkurrenten Palatia Limbach. Mit der Palatia kehrt Lerner schon am zweiten Spieltag an seine bisherige Wirkungsstätte zurück.

Hans-Jürgen Poppe war ebenfalls jahrelang eine feste Größe bei der SVGG, nun ist er zur SG Oberbexbach/Frankenholz gewechselt. Co-Spielertrainer Sergio Domizio zog es zur SG Erbach, Rico Henkes und Furkan Erdogan haben sich dem FC Kutzhof angeschlossen, und Janick Fink kehrte zur SVG Altenwald zurück.

Trainer Schock ist sich dennoch sicher: „Alle Abgänge können kompensiert werden, weil einige die erhoffte Leistung ohnehin nicht gezeigt haben oder verletzt waren.“ Von den neun Neuzugängen sind Schock und der sportliche Leiter Raffaele Timpano überzeugt. „Vom Menschlichen und Charakterlichen her ist die Mannschaft stabiler geworden“, glaubt der Trainer. Er habe nach wenigen Wochen bereits erkannt, dass „ein anderer Teamgeist“ herrscht, sagt er.

Als Torwart wurde der frühere Steinbacher Justin Pink geholt, der zuletzt beim SC Wemmetsweiler gespielt hat. Die Brüder Abdul und Ferhat Kizmaz wechseln vom Ligakonkurrenten SV Merchweiler ins Ostertal, Rückkehrer Pascal Witte und Jonas Drenkow kommen vom Bezirksligisten SC Ludwigsthal, Luca Gräser von der der A-Jugend des SV Saar 05 Saarbrücken. Achmed Bennai und Massimo Cannizzo spielten zuletzt beim SC Olympia Calcio Neunkirchen, Guiliano Jakob wechselt vom Saarlandligisten SF Köllerbach nach Hangard. Und Niklas Decker kommt vom Nachbarverein TuS Wiebelskirchen. Zahlreiche Personalrochaden also, nach denen Trainer Schock 21 Spieler zur Verfügung stehen. Darunter drei Schlussmänner, um die sich Torwarttrainer Jörg Martin kümmert.

Seit dem 26. Juni läuft beim Verbandsligisten die Saisonvorbereitung mit drei Trainingseinheiten und einem Testspiel pro Woche. Die Vorbereitungspartien liefen bislang durchwachsen. Gegen die klassentieferen Landesligisten SG Neunkirchen/Selbach (1:3) und 1. FC Lautenbach (1:1) konnte die SVGG nicht gewinnen. Ein Achtungserfolg gelang Hangard im Spiel gegen Saarlandligist FSG Ottweiler/Steinbach. Hangard verlor zwar mit 1:2 – „aber dort haben wir eine kämpferisch starke Leistung gezeigt“, hebt der Trainer hervor.

Die Saison beginnt für die SVGG am Samstag, 7. August, um 18 Uhr mit dem Spiel bei der SG Thalexweiler/Aschbach. „Dort wollen wir die ersten drei Punkte holen“, kündigt Stephan Schock selbstbewusst an. Das wären dann schon einmal drei mehr als in der kompletten vergangenen Runde.

Am kommenden Sonntag um 16 Uhr bestreitet die SVGG Hangard zu Hause ein weiteres Testspiel gegen den Landesligisten SG Bostalsee. Bereits um 13.45 Uhr treten zuvor die zweiten Mannschaften der beiden Vereine gegeneinander an.