Telefon war fast 14 Tage tot: Störung in Münchwies behoben

Telefon war fast 14 Tage tot : Störung in Münchwies behoben

Bei Bauarbeiten waren Telefonkabel beschädigt worden. Von dem Ausfall von Telefon und Internet waren rund 50 Telekom-Kunden betroffen. Die Reparatur war aufwändig.

Selbst anrufen konnte sie nicht in der Lokalredaktion Neunkirchen, um ihr Anliegen vorzubringen. Das tat die Tochter aus Losheim am Dienstagmittag für Rosemarie Raber, denn deren Festnetz war seit dem 7. Juli tot. Die SZ-Leserin wohnt in der Schulstraße in Münchwies, wo Anwohner ohne Mobiltelefon fast 14 Tage sehnsüchtig auf das vertraute Tuten im Telefon warteten. Jetzt funktioniert es wieder, wie ein Anruf bei Rosemarie Raber am Donnerstag bestätigte. „Gottseidank“, sagte sie der SZ. Sie sei aufs Telefon angewiesen, weil sie schlecht zu Fuß sei und alles übers Telefon regeln müsse.

Die SZ hatte bei der Telekom am Dienstag nachgefragt, woran es in Münchwies gehapert hatte, und bekam auch prompt eine Antwort. Rund 50 Kunden seien von der Störung betroffen gewesen, hieß von Seiten des Unternehmens. Eines der firmeneigenen Kabel sei bei Bauarbeiten beschädigt worden. Die Entstörung sei leider recht aufwändig gewesen, erklärte Dirk Becker von der Kommunikationsabteilung die längere Wartezeit. Zunächst habe der Fehler durch Messungen lokalisiert werden müssen, da das Kabel im Boden gelegen und nicht frei zugänglich gewesen sei.

Anschließend konnte die Telekom mit den notwendigen Tiefbaumaßnahmen beginnen. Sobald das Kabel freigelegt war, wurde das beschädigte Stück entfernt. Zwischenzeitlich musste die Instandsetzung unter anderem aufgrund von Teerarbeiten unterbrochen werden. Das neue Kabel wurde auf beiden Seiten gespleißt, das heißt, auf beiden Seiten mussten viele Kupferadern miteinander verknüpft werden. „Das macht keine Maschine, das ist richtige Handarbeit“, verdeutlicht Becker, wie aufwändig und langwierig die Reparatur gewesen sei.

Ein Kollege musste in die Baugrube und die Adern miteinander verbinden. Ein solches Kabel sei so dick wie ein Unterarm, sodass man auch nicht beliebig viele Leute mit dem Job beauftragen könne. Als diese Arbeiten abgeschlossen waren, wurden die Anschlüsse einzeln hochgefahren und die Straßendecke wieder versiegelt.

Sollten Kunden nach der Behebung der Störung wider Erwarten nicht telefonieren oder/und im Internet surfen können, empfiehlt die Telekom, die Telefonanlage oder den Router für eine Minute vom Netz zu nehmen und dann erneut zu starten. In den meisten Fällen wähle sich das Gerät dann korrekt ein. Wenn auch das wider Erwarten nicht helfe, sollten die betroffenen Kunden bei Telekom-Service anrufen, damit die Leitung durchgemessen wird. Den Service erreichen die Kunden an sieben Tagen in der Woche rund um die Uhr unter der kostenfreien Rufnummer (0800) 330 1000. Sollte die Wartezeit zu hoch sein, können die Kunden auch einen Rückrufservice vereinbaren. Dieser werde beim Anruf im Sprachmenü automatisch angeboten, teilt Dirk Becker mit.

Für die Unannehmlichkeiten der Kunden, für die das Unternehmen allerdings nicht verantwortlich sei, entschuldigte sich Becker ausdrücklich.

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