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| 20:10 Uhr

Städtische Hochbauer im Stress

Neunkirchen. Bis zum Anschlag ausgelastet sind derzeit die Mitarbeiter in der städtischen Hochbauabteilung. "Die können nach dem Abschluss des Hallenbades kaum Luft holen", so Oberbürgermeister Friedrich Decker gestern bei einer Stadtpressekonferenz Von SZ-Redakteur Gunther Thomas

Neunkirchen. Bis zum Anschlag ausgelastet sind derzeit die Mitarbeiter in der städtischen Hochbauabteilung. "Die können nach dem Abschluss des Hallenbades kaum Luft holen", so Oberbürgermeister Friedrich Decker gestern bei einer Stadtpressekonferenz. Grund: Das Konjunkturprogramm II von Bund und Land, das Neunkirchen in diesem und dem nächsten Jahr 5,3 Millionen Euro beschert - einschließlich eines Eigenanteils der Stadt von 1,33 Millionen. Damit sollen in Kürze Verbesserungen der Infrastruktur und energetische Modernisierungen anlaufen.Dabei bringt die Neunkircher Verwaltung auch ihre "eigene Bude" auf Vordermann. Im Rathaus kommen für 400 000 Euro neue Heizkörper und Brüstungskanäle an die Ostseite. An der Schillerschule in Wiebelskirchen wird noch vor den Sommerferien damit begonnen, die Fassade energiesparend zu trimmen, Kosten 550 000 Euro. An der Grundschule Wellesweiler werden ab August 350 000 Euro verbaut für energetische Maßnahmen und ein erneuertes Lehrschwimmbecken. Dies alles soll noch in diesem Jahr 2009 fertig werden.Die Sanierung der Turnhallen an den Grundschulen Am Stadtpark und Bachstraße, die für je 600 000 Euro im August beginnt, wird sich ins Jahr 2010 hineinziehen. Das gilt auch für die komplette Sanierung der Kindertagesstätte Anemonenweg ab Juli, die rund eine Million Euro verschlingt. Von der Konjunkturspritze profitieren auch die Feuerwehrgebäude der Löschbezirke Innenstadt (eine Million Euro) und Wiebelskirchen (1,2 Millionen Euro), die komplett saniert und im Fall Wiebelskirchen auch umgebaut werden. "Eine Art kleines Konjunkturprogramm" (Bürgermeister Jürgen Fried) hat die Stadt selbst für Sportvereine aufgelegt. Für Maßnahmen an Sportstätten, die zu Energieeinsparungen führen, steht laut Beschluss des Sportausschusses in diesem Jahr ein Topf von 71 000 Euro bereit, aus dem bis Ende September Zuschüsse beantragt werden können.