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Stadtrat Neunkirchen
Stadtrat spricht sich gegen Grubenflutung aus

Im Wassergarten der Grube Reden tritt warmes Grubenwasser zu Tage. Im Mosesgang kann man durch eine künstliche Schlucht laufen.
Im Wassergarten der Grube Reden tritt warmes Grubenwasser zu Tage. Im Mosesgang kann man durch eine künstliche Schlucht laufen. FOTO: BeckerBredel
Neunkirchen. KEW-Chef: In der ersten Phase der Flutung (Ansteigenlassen bis auf minus 320 Meter) ist das Trinkwasser im Raum Neunkirchen laut Gutachten nicht gefährdet. Von Michael Beer

Wenn es ums Wünschen ginge, wäre Werner Spaniol wohl schnell fertig: Der Vorstand des kommunalen Neunkircher Versorgers KEW erläuterte am Mittwochabend dem Neunkircher Stadtrat die Einschätzung seines Unternehmens zu den RAG-Plänen, die Gruben in den Wasserprovinzen Reden und Duhamel zu fluten. Er machte deutlich, dass es dem Versorger lieber wäre, der Bergbaukonzern würde weiter Grubenwasser abpumpen wie bisher. Allerdings sagte er auch, man befinde sich in einem geordneten Verfahren, dem sich auch die KEW stellen müsse. In der ersten Phase der Flutung (Ansteigenlassen bis auf minus 320 Meter) sei das Trinkwasser im Raum Neunkirchen laut Gutachten nicht gefährdet. Allerdings hält der Versorger eine Beeinträchtigung der Infrastrukturleitungen und einen verstärkten Austritt von Grubengas für möglich. Sein Unternehmen habe deshalb in seiner Stellungnahme beim Oberbergamt dargelegt, dass es gegen ein Ende des Abpumpens ist. Genauso die Stadt Neunkirchen. Der Stadtrat stimmte der Verwaltungsvorlage zu, den Flutungsplänen eine Absage zu erteilen.