1. Saarland
  2. Neunkirchen

Stadtrat Neunkirchen mit einstimmigen Beschlüssen bei letzter Vorwahl-Sitzung.

Aus dem Bürgerparlament : Furpach weiter ohne Einkaufsmarkt

Stadtrat Neunkirchen mit einstimmigen Beschlüssen bei letzter Vorwahl-Sitzung.

Für die Bürger des Stadtteils Furpach, die zurzeit ohne einen Einkaufsmarkt im Ort auskommen müssen, gab es am Mittwoch in der letzten Sitzung des Neunkircher Stadtrates vor der Kommunalwahl am 26. Mai keine guten Nachrichten. Wie die Verwaltung mitteilte, habe man sich zwar intensiv um eine Lösung des Problems bemüht, allerdings gebe es noch diverse Grundstückprobleme. Die Kette Netto sei weiter an einer Ansiedlung in Furpach interessiert.

Auch in Sachen eines neuen Pächters für die Gastronomie in der Ostertalhalle im Stadtteil Hangard hakt es. Seit 2015 gibt es keine professionelle Bewirtschaftung der Halle mehr. Wie Oberbürgermeister Jürgen Fried sagte, habe es drei Bewerber als Pächter gegeben, doch hätten jeweils verschiedene Umstände einen Vertragsabschluss verhindert. Bei der zwischenzeitlichen Renovierung der Halle, die bis Ende 2019 abgeschlossen sein soll, wurde der Bereich Küche und Theke bewusst ausgespart, um einem möglichen neuen Pächter/der Brauerei noch die entsprechenden Gestaltungsmöglichkeiten zu lassen. Aus dem Rat wurde daran erinnert, dass es Zeiten gab, in denen der Gastronom in der Ostertalhalle gleichzeitig auch Hausmeister war, was eine Existenzbasis gelegt habe. Die Verwaltung will sich weiter um eine Bewirtschaftung bemühen, zumal die Ostertalhalle für die Hangarder Bürger ein wichtiger Treffpunkt sei.

Die Tagesordnungspunkte des öffentlichen Teils (gezählt wurde eine Handvoll Gäste im Sitzungssaal des Rathauses) wurden, weil entsprechend in den Gremien vorberaten, von den Mitgliedern des Stadtrates durchweg ohne Diskussionen einvernehmlich über die Fraktionen hinweg durchgewunken. So wurde der Fehlbetrag aus der Bewirtschaftung des Stadtwaldes ebenso akzeptiert wie das Wegekonzept für den Neunkircher Zentralfriedhof. Dort ist beinahe ein Kilometer Wege ausgebaut. Da die neuen Gräber aus Kostengründen komplett in alte, abgeräumte Felder gelegt werden, kann grundsätzlich an dem vorhandenen Wegenetz nichts geändert werden. So steht es in der Sitzungsvorlage. Nach intensiver Vorbereitung, dem Bau von Musterwegen und einer positiven Beurteilung durch den Ortsrat Furpach-Kohlhof-Ludwigsthal wurde nun beschlossen, die Hauptwege mit Verbundsteinen zu befestigen und die Nebenwege mit einer wassergebundenen naturnahen Decke zu versehen. Dem Wunsch vieler Friedhofsbesucher nach bequemen Wegen ohne Stolperfallen kann so entsprochen werden. Das neue Wegekonzept ist für einen Zeitrahmen von 10 bis 15 Jahren ausgelegt.

Weiter auf der Tagesordnung des Rates fanden sich vor alle baurechtliche Beschlüsse wie bei dem Bebauungsplan „Am Biedersberg“. Dort geht es unter anderem darum, die Betriebsflächen der dort ansässigen Abbruchfirma Ferraro durch einen Puffer von dem angrenzenden Wohngebiet zu trennen. Beim Bebaungsplan „Ebersteinstraße“ in Wiebelskirchen ist das Ziel die Schaffung der planungsrechtlichen Voraussetzungen zur baulichen Nutzung der bereits erschlossenen Flächen.