Zwei Standesämter Hand in Hand

Spiesen-Elversberg und Neunkirchen arbeiten künftig zusammen, hat der Gemeinderat beschlossen.

Zwischen den Standesämtern der Gemeinde Spiesen-Elversberg und der Stadt Neunkirchen besteht künftig eine Kooperation. So hat es der Gemeinderat von Spiesen-Elversberg in seiner Sitzung am Freitagabend beschlossen.

Zwar können sich Heiratswillige nach wie vor noch im Rathaus der Gemeinde trauen lassen, alle anderen bürokratischen Abwicklungen des Standesamtes werden allerdings künftig in Neunkirchen erledigt. Da das Standesamt im Neunkircher Rathaus ohnehin schon in vielen Punkten Anlaufstelle für Bürger aus Spiesen-Elversberg sei, sei diese Kooperation nur logisch", erklärt Bürgermeister Reiner Pirrung (CDU). "Geburten etwa werden bei uns ja kaum gemeldet, weil viele Kinder in Neunkirchen auf die Welt kommen. Hausgeburten gibt es ja kaum", erklärte Pirrung.

Selbstverständlich könnten sich Paare auch weiterhin im Sitzungssaal mit Klavierbegleitung am Flügel trauen lassen, sagt Pirrung, alternativ stehe jetzt auch das Standesamt in Neunkirchen als Trauungsort zur Verfügung. "Aber natürlich können sich jetzt auch Neunkircher bei uns trauen lassen", fügt der Bürgermeister hinzu.

Zwar fallen durch die Kooperation Kosten für die Verwaltung der Gemeinde weg, für die Aufgabenübertragung werden an die Kreisstadt in der Umkehr 39 000 Euro gezahlt. Dieser Betrag errechnet sich nach den Kosten für das Amt, runtergebrochen auf die Anzahl der Einwohner.

Beschlossen wurde vom Rat auch eine Zuwendung in Höhe von rund 1500 Euro, mit denen sich die Gemeinde Spiesen-Elversberg an den Kosten der Reparatur des Daches der katholischen Kindertagesstätte St. Ludwig in Spiesen beteiligt.

Um die Turnhalle der Mittelbergschule ging es Ratsmitglied Peter Marx (CDU), der darüber informierte, dass dort erneut Schimmel aufgetreten sei. Er bat die Gemeinde darum, diesen zu beseitigen, bevor dort noch ein Kind erkranke.

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