Theater zu Flüchtlingen in Elversberg: Wie sich ein Flüchtling fühlt

Theater zu Flüchtlingen in Elversberg : Wie sich ein Flüchtling fühlt

Die Theaterproduktion „Nie wieder Hass!“ gastiert an diesem Sonntag in Elversberg. Schüler starten Schauspielprojekt.

Die Theaterproduktion „Nie wieder Hass!“ kommt in die Gemeinschaftsschule Spiesen-Elversberg. In Kooperation mit der Gemeinde und dem Netzwerk für Flüchtlinge St. Ingbert ist es der Schule gelungen, heißt es in einer Ankündigung, ein Theaterstück in die Glück-Auf-Halle zu holen, das in den letzten Monaten saarlandweit und auch über die Landesgrenzen hinaus mit großem Erfolg aufgeführt wurde. Das Theaterstück beschäftigt sich mit einem nach wie vor brandaktuellen Thema: Flüchtlinge und Integration.

Im März 2016 haben der syrische Schauspieler, Regisseur und Autor Mwoloud Daoud und Johannes Becher, Leiter der Jugendtheatergruppe „Musebolde“ aus St. Ingbert, die gemeinsame Leitung von „Schams“ (so heißt im Arabischen die Sonne) übernommen. Zusammen mit insgesamt 30 Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen verschiedener Nationalitäten, so heißt es weiter, entwickelten sie in der Folge das Stück „Nie wieder Hass!“.

Es handelt sich um ein szenisches Schauspiel, das den Bogen vom Alltag im Orient, den Auswirkungen diktatorischer Systeme auf das Leben der Menschen, über Flucht und die Ankunft in Deutschland spannt. Die Zuschauer erfahren an diesem Theaterabend von der Angst der Flüchtlinge, ihren Hoffnungen und Wünschen an das neue Leben, dessen Basis „Nie wieder Hass!“ sein muss. Für die Aufführung am Sonntag, 20. August, um 18 Uhr in der Glück-Auf-Halle in Spiesen-Elversberg gibt es noch einige Restkarten an der Abendkasse. Erwachsene zahlen acht Euro Eintritt, ermäßigte Karten kosten für die Vorstellung vier Euro.

Mit dem Schauen der Aufführung ist es dabei nicht getan. An der Schule wird das Thema in der Folge vertieft werden. Für die Schüler der Gemeinschaftsschule ist das Stück nämlich Auftakt eines integrativen Theaterprojekts, das in der Folgewoche startet, so die Schule weiter. Hierfür konnten die beiden Regisseure von „Schams“ sowie einer der Schauspieler gewonnen werden. Geleitet wird das Projekt von Susanne Gebauer und Marion Kaschek. Beide sind Lehrerinnen der Gemeinschaftschule Spiesen-Elversberg.

Mehr Infos unter www.facebook.com/schams386/

Mehr von Saarbrücker Zeitung