Von Flamenco bis Slapstick

Ein Höhepunkt der Gala war der Auftritt der Niederländer Stenzel und Kivits, die klassische Musikstücke gekonnt aufs Korn nahmen. Doch auch die anderen Darbietungen konnten sich hören und sehen lassen.

. Kleinkünste in den verschiedensten Geschmacksrichtungen wurden den Besuchern am Freitagabend in der Glückauf-Halle in Spiesen-Elversberg präsentiert. Bürgermeister Reiner Pirrung lud seine Gäste zur nunmehr zwölften Ausgabe der Kleinkunstgala "Caffè Kult " ein, die mit einem äußerst abwechslungsreichen Programm aufwartete.

Den Auftakt machte das Trio Les Etiennes, eine Gruppe aus dem Saarland, die sich französischen Chansons und Schlagern aus den 1960ern und 1970ern verschrieben hat. Die "drei Stefans", wie Pirrung sie ankündigte, wussten das Publikum durch ihren Einsatz an Klavier, Gitarre und Mundharmonika zu überzeugen. Trotz der vergleichsweise geringen Instrumentierung gelang es ihnen, die Eigenheiten der Originale rüberzubringen und dabei noch einen eigenen Stil erkennen zu lassen.

Als weitere Musiker präsentierte sich das Duo Udo und Marion. Die Zwei schlugen dabei jazzige Töne an und spielten Klassiker wie "Take Five", aber auch eine Jazzinterpretation des James-Bond-Hits "Skyfall". Musikalisch und tänzerisch ging es derweil bei Dansa Canta zu, die sich auf eine musikalische Weltreise begaben. Klassische Schlager aus verschiedensten Ländern wurden von zwei Frauen des Trios dargeboten. Die dritte Dame im Bunde wusste dann durch Tanzperformances beispielsweise eines Flamencos mitzureißen.

Etwas ruhiger ging es beim saarländischen Schriftsteller Georg Fox zu. Der Köllerbacher hatte Highlights aus seinen Büchern mitgebracht, die überwiegend auf Mundart pointiert zum Nachdenken anregten. Der ehemalige Lehrer charakterisierte dabei auch typische Eigenschaften der saarländischen Mentalität und hatte dadurch einige Lacher auf seiner Seite. Die Lachmuskeln regte auch der Bexbacher Rudi Lauer an, der neben witzigen Geschichten mit interessanten Zaubertricks begeistern konnte. Dirk Omlor, wie der Künstler im echten Leben heißt, verblüffte die Zuschauer mit einer Mischung aus Kabarett und Zauberkunst, was bei den Gästen sehr gut ankam.

Der absolute Höhepunkt der Veranstaltung kam am Schluss, als die mehrfachprämierten Niederländer Stenzel und Kivits auftraten. Mit einer gehörigen Portion Selbstironie und Slapstick-Humor machte sich das Duo, das wenige Wochen zuvor bei dem Kleinkunstpreis "St. Ingberter Pfanne" abräumte, über klassische Musikstücke von Beethoven bis hin zu Opernstücken her. Dabei machte es auch nichts, dass das Publikum vorher schon zweieinhalb Stunden mit Kleinkunst unterhalten wurde. Stenzel und Kivits merkte man ihre Energie und Leidenschaft an, was sich schlussendlich auch aufs Publikum übertrug. Abgerundet wurde die Gala von Christel Brengel, die ihre Malereien aus Aquarell zeigte. Insgesamt war an dem Abend also für jeden etwas dabei, auch im nächsten Jahr soll es mit einer neuen Ausgabe von "Caffè Kult " weitergehen.