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Es wird gebaut
Truckenbrunnen soll bald baureif sein

Die Kreuzkröte verliert stetig an Lebensraum.
Die Kreuzkröte verliert stetig an Lebensraum. FOTO: groß
Spiesen-Elversberg. Kreuzkröte und Kammmolch hatten es sich auf dem Areal gemütlich gemacht. Sie wurden umgesiedelt. Die Erschließung geht weiter. Von Solveig Lenz-Engel

(sl)   Weil es im   geplanten Wohn- und Gewerbegebiet   Am Truckenbrunen  in Spiesen-Elversberg  einladende feuchte Bereiche gab, haben sich dort im vergangenen Jahr Kreuzkröte und Kammmolch, beides geschützte Arten, angesiedelt (die SZ berichtete). Diese eigentlich erfreuliche Tatsache  bereitet  einer Familie Sorge, die in dem Gebiet ein Grundstück besitzt und baldmöglichst mit dem Eigenheim-Bau beginnen möchte. „Wird der Amphiebien-Hotspot die Erschließung behindern oder gar verhindern?“, so die bange Frage an die SZ-Lokalredaktion. Man warte schon lange auf den Baustart.


Der Spiesen-Elversberger Bürgermeister Reiner Pirrung  gibt auf SZ-Anfrage Entwarnung für die potenziellen Häuslebauer: „Die Tiere sind erfolgreich ins benachbarte Gebiet Hungerpfuhl umgesiedelt worden.“ Das sei in Abstimmung mit dem Naturschutzbund geschehen und problemlos verlaufen. Die Erschließung sei nicht dadurch verzögert worden, sondern durch Wetter-Kapriolen. So habe der für Ende 2017 vorgesehene Abschluss der Erschließung nicht vollzogen werden können. Pirrung rechnet damit, dass ab Frühjahr die ersten Baugenehmigungen ohne Probleme erteilt werden können.

Zur Erinnerung: Seit Oktober 2016 erschließt die saarländische Baufirma Dittgen das zwölf Hektar große Wohn- und Gewerbegebiet für die Gemeinde mit Kanal- und Straßenbau. Im direkten Zusammenhang mit der abgeschlossenen Erschließung steht auch der Verkaufstermin für die gemeindeeigenen Grundstücke, für die es eine sehr starke Nachfrage gibt, wie Pirrung bestätigte. Grundlage der Vermarktung ist eine Baustellenbewerberliste, die beim Bau- und Umweltamt der Gemeinde Spiesen-Elversberg geführt wird.

Weiter ist auf der Internet-Seite der Gemeinde zu lesen: „Grundstückseigentümer, die auf grünes Licht für die Beantragung ihrer Baugenehmigung warten, müssen sich ebenfalls bis zur Freigabe des Gebietes gedulden. Erst wenn die Straßen gebaut sind, stehen die endgültigen Höhen fest, die dann entsprechend in den Bauanträgen angegeben werden müssen.“