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Trampolin
Sieger fliegen hoch hinaus

Spiesen-Elversberg . In der Großenbruchhalle in Spiesen-Elversberg treffen sich die Trampolinturner zu den Landes-Synchronmeisterschaften. Von Volker Ammann

Hoch hinaus flogen die Trampolinsportler bei den  Trampolin Landes-Synchronmeisterschaften sowie dem 10. Synchron-Mix-Pokal in der Großenbruchhalle in Spiesen-Elversberg. Insgesamt 32 Paare gehen an den Start der beiden Veranstaltungen, die von der DJK Elversberg unter Leitung der Landesfachwartin für Trampolinturnen, Nina Rheinheimer, durchgeführt werden. Während bei den Landesmeisterschaften nur gleichgeschlechtliche Paare an den Start gehen dürfen, sind beim Pokal auch gemischte Teams zugelassen.


Das Synchronturnen stellt hohe Anforderungen an die Sportler, denn zur individuellen Ausführung der Übungen, kommt es noch auf die Synchronität beider Turner an. Ein Wettkampf hat im Normalfall drei Durchgänge: Eine Pflichtübung mit zehn Sprüngen, einer Kürübung, bei der die Elemente frei gewählt werden können, und dem Finale, bei dem die besten Turner aus dem Vorkampf eine zweite Kür turnen. Die Schwierigkeit eines Sprunges wird durch die Anzahl der Rotationen um die Körper-Längsachse (Schrauben) und die Körper-Querachse (Salto) bestimmt. Hierbei ist die Stellung des Oberkörpers maßgeblich. Eine Übung auf dem Trampolin umfasst zehn Sprünge, was zehn Tuchberührungen entspricht. Sie wird aus dem Anspringen mit dem ersten von einem Strecksprung abweichenden Sprung begonnen. Erlaubt sind Landungen auf beiden Füßen, im Sitzen (Sitzlandung), auf dem Rücken (Rückenlandung) oder auf dem Bauch (Bauchlandung). Der letzte Sprung einer Übung muss immer in den Stand geturnt werden. Eine gute Übung zeichnet sich zum einen durch eine sichere korrekte Ausführung und gestreckte Körperglieder aus, bewertet als Haltung. Zum anderen durch eine hohe Schwierigkeit. Übungen werden einzeln oder in einem Synchronwettkampf zu zweit auf nebeneinander stehenden Geräten geturnt. Die Haltungsnoten werden von fünf Kampfrichtern bestimmt. Für zehn perfekte Sprünge kann man pro Kampfrichter zehn Punkte bekommen. Von diesen zehn Punkten werden die Haltungsabzüge subtrahiert. Die höchste und niedrigste Haltungsnote werden gestrichen und die verbleibenden drei Noten ergeben in der Summe die Haltungsnote.

Für die Ermittlung des Schwierigkeitswertes sind ein bis zwei Kampfrichter zuständig. In Synchronwettkämpfen wird die Haltung jedes der beiden Turner von zwei Kampfrichtern bestimmt, von deren insgesamt vier Noten ebenfalls die höchste und niedrigste Note gestrichen werden. Die Synchronität bewerten drei Kampfrichter, deren nach den Streichungen verbleibende mittlere Note verdoppelt in das Gesamtergebnis eingeht. In Einzelwettkämpfen wird zusätzlich von einem speziellen Gerät die Sprunghöhe gemessen. Ein extra für dieses Gerät zuständiger Kampfrichter zeigt das Ergebnis auf.



All das war am Wochenende in Elversberg zu sehen. Sieger der Landesmeisterschaften bei den Mädchen in der Altersgruppe W11/12 wurden Leanne Speicher und Melany Bonsangue (beide TV Dillingen), in der Altersgruppe W13/14 Janina Gerwert und Emmy Britz (beide DJK Elversberg), in der Altersgruppe W17 plus Ann-Kathrin Fleck (TV Liebenburg) und Angelina Göbl (TB St. Johann Saarbrücken). Bei den Knaben siegten in der Altersgruppe M14/15 Carsten Matheus und Duco Kors (beide TV Dillingen), in der Altersklasse M17 plus Lukas Giehl und Gordian Wolf (beide TB St. Johann Saarbrücken).

Den Synchron-Mix-Pokal gewannen in der Altersgruppe Jahrgang 2006 und jünger Melany Bonsangue und Carsten Matheus (beide TC Dillingen), im Jahrgang 2002 und jünger Mascha Gangolff und Duco Kors (beide TV Dillingen), in der altersoffenen Gruppe Jasmin Charouf (TV St. Ingbert) und Gordian Wolf (TV St. Johann Saarbücken).