SZ-Foto von Leser aus Spiesen-Elversberg zeigt Russischen Bär

Kreis Neunkirchen : SZ-Leser erkennen den Russischen Bär

SZ-Leser Werner Butz hat den Falter erkannt, der auf dem Foto von Harald Bettinger aus Spiesen-Elversberg (SZ vom 17. September, Seite C 6) zu sehen ist: Es zeigt den Russischen Bär (Euplagia quadripunctaria).

Der mittelgroße Nachtfalter fliegt am Tag und gehört innerhalb der Eulenfalter zur Unterfamilie der Bärenspinner. Sein Name stammt von den pelzartig behaarten Raupen, die unter anderem auf Brombeeren, Taubnesseln, Haseln und Brennnesseln zu finden sind, berichtet Butz.

Die Vorderflügel der Falter besitzen eine schwarzblaue Grundfärbung mit einem weißen bis leicht gelblichen Streifenmuster und haben Tarnfunktion. Bei Gefahr klappt der Schmetterling seine Vorderflügel weg, sodass die orange bis rot gefärbten Hinterflügel mit ihren dunklen Flecken als Warnfärbung sichtbar werden. Dadurch sollen Fressfeinde, zu denen hauptsächlich Vögel zählen, abgeschreckt werden. Die Falter erreichen mit ihrem Saugrüssel leicht die Nektardrüsen von längeren Blütenkronröhren und sind häufig auch an verschiedenen Dostarten zu finden. Auf dem vorliegenden Foto bietet der Sommer- oder Schmetterlingsflieder der Gattung Buddleja dem Nachtfalter ein umfangreiches Nahrungsangebot“, schreibt Butz abschließend in seiner Mail.

Auch Kerstin Schille aus Kohlhof hat den „Russichen Bär“ erkannt und uns unter anderem folgendes geschrieben: „Die Falter kommen in Süd- und Mitteleuropa, nördlich bis zum Harz vor. Sie bevorzugen halboffenes Gelände, wie zum Beispiel Steinbrüche, Fluss- und Bachränder, Trockenrasen und felsige Täler und Hänge. Sie sind in sonnigem, trockenem wie auch in feuchtem, halbschattigem Gelände zu finden. Die Falter fliegen in einer Generation von Juli bis September. Sie sind nicht häufig, aber in manchen Jahren lokal zahlreich. Gerne ruht der Falter auch an hellen Wänden, hält dabei jedoch die Flügel geschlossen. Mir ist er in freier Wildbahn noch nie begegnet. Umso mehr freue ich mich immer über die tollen Fotos der Mitleser.“

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