Spiesen-Elversberg: Bürgermeister Reiner Pirrung verabschiedet und Nachfolger Bernd Huf eingeführt.

Spiesen-Elversberg : „Stolz darauf, hier Bürgermeister zu sein“

Spiesen-Elversberg: Bürgermeister Reiner Pirrung verabschiedet und Nachfolger Bernd Huf eingeführt.

Großer Bahnhof am Sonntagnachmittag bei der Amtsübergabefeier in der Glückauf Halle in Elversberg. Unter dem Motto „Last Farewell & New Beginning“ hatte die Gemeinde Spiesen-Elversberg zur Verabschiedung von Bürgermeister Reiner Pirrung und der Amtseinführung des neuen Bürgermeisters Bernd Huf geladen und viele, viele kamen. Die Halle war bis auf den letzten Platz besetzt. Für Bürgermeister Reiner Pirrung hieß es, Abschied nehmen (Amtszeit endet mit Ablauf des 30. September) und für Bernd Huf ist es am 1. Oktober der Neubeginn als Verwaltungschef.

In seiner Begrüßung konnte der Erste Beigeordnete der Gemeinde, Klaus-Dieter Kreuter, Vertreter aus Landes- und Kommunalpolitik und Vertreter der Hilfsorganisationen ebenso willkommen heißen wie die Mitglieder zahlreicher ortsansässiger Vereine, Gewerbetreibenden und Freiberufler sowie Bürgerinnen und Bürger und die Freunde und Bekannten der beiden Protagonisten. Kreuter stellte die Verdienste, die sich Reiner Pirrung in den 15 Jahren seiner Amtszeit erworben hat, anhand vieler auf den Weg gebrachten und abgeschlossenen Projekte dar. „Er hat die ihm übertragenen Aufgaben zur vollen Zufriedenheit erfüllt“, stellte der Beigeordnete dem scheidenden Bürgermeister das beste Zeugnis aus. Für Bernd Huf gilt: „Er kam, sah und siegte“, so Klaus-Dieter Kreuter. In seiner Laudatio hob Ministerpräsident Tobias Hans die Verdienste von Reiner Pirrung hervor. „Es ist hier in Spiesen-Elversberg gelungen, zahlreiche Projekte in vergleichbar kurzer Zeit auf den Weg zu bringen und abzuschließen“, sagte der Ministerpräsident. Mit einem ausgeglichenen Haushalt habe er hervorragende Voraussetzungen für seinen Nachfolger geschaffen. Die Kulturszene, ein Feld, das Pirrung auf den Leib geschrieben ist, habe er mit neuen Projekten maßgeblich nach vorne gebracht, so die Feststellung von Tobias Hans. Reiner Pirrung wünschte er, dass er alles gutmachen kann, was in den vergangenen 15 Jahren zu kurz gekommen ist.

In Bernd Huf sieht der Ministerpräsident einen Nachfolger, der die besten Voraussetzungen mitbringt. Seine bisherigen Tätigkeitsbereiche beim Landkreis Neunkirchen, beim Landesverwaltungsamt und zuletzt als Kämmerer in Mandelbachtal sind Grundlagen, die er in seine Arbeit als Bürgermeister gut mit einbringen kann. Die Grüße des Saarländischen Städte- und Gemeindetages überbrachte der Präsident Jürgen Fried. „Sich die Gemeinde ohne Reiner Pirrung vorzustellen, fällt schwer“, sagte Fried, der als Neunkircher Oberbürgermeister seinen Kollegen als Bürgermeister zum Anfassen beschrieb. An Bernd Huf gerichtet: „Sie haben mit ihrem tollen Wahlergebnis bewiesen, dass Sie nahe am Bürger sind.“ In einer seiner letzten Amtshandlungen überreichte Reiner Pirrung die von ihm unterzeichnete Ernennungsurkunde an seinen Nachfolger Bernd Huf. Im Anschluss händigte Klaus-Dieter Kreuter die Versetzungsurkunde in den Ruhestand an Reiner Pirrung aus. „Ich bin stolz darauf, dass ich hier Bürgermeister sein darf“, sagte Bernd Huf in seiner Antrittsrede. Politisch sei er ungebunden und reiche jedem die Hand zur Zusammenarbeit. In geführten Gesprächen sei ihm dies auch von allen Seiten zugesichert worden. „Eine gute Basis, diese Arbeit zu bewältigen“, so seine ersten Eindrücke vor dem Amtsantritt. Huf nutzte die Gelegenheit, auch seiner Familie und den Freunden für die Unterstützung zu danken. Sein Dank galt auch Heike Morgenthal und Thomas Thiel für einen fairen Wahlkampf. Sein Abschiedsgeschenk an Reiner Pirrung: analog dem Landkreiskorb: Ein Korb mit Produkten aus Spiesen-Elversberg. Der scheidende Bürgermeister nahm als Letzter das Mikrophon noch einmal zur Hand. „Ich habe fertig, es ist die Zeit gekommen, politisch Adieu zu sagen.“ Für Reiner Pirrung ein Abschied mit einem lachenden und einem traurigen Auge. Und dann zitierte er Wolfgang Niedecken und wünschte allen im Saal „Maat et joot – Macht es gut“. Lang anhaltender Beifall war der Dank. „Diesen Applaus hat er sich verdient“, stellte Wolfgang Wirtz-Nentwig nach den Abschiedsworten Pirrungs fest. Der Journalist führte als Moderator durch das Programm. Musikalisch wurde die Veranstaltung von „Passion Two“ gestaltet.

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