Orgelsanierung St. Ludwig Spiesen : Staubfrei zurück an den Spieltisch

Pünktlich zum Advent erklingt wieder die sanierte Orgel in St. Ludwig Spiesen.

Die Stille ist vorbei. An diesem ersten Adventswochenende ertönt wieder die Klais-Orgel in St. Ludwig Spiesen. Nach gründlichem Säubern, Reparieren und techischem Aufwerten. Zu hören in der Samstagsmesse (18 Uhr) und in der Sonntagsmesse (10 Uhr) sowie durch den Advent in der Reihe „mitt:woch | Vesper im Advent“. 60 Besucher des Gotteshauses sind in der Pandemie-Zeit aktuell erlaubt, eine Anmeldung ist erforderlich.

Kirchenmusiker Ralph Buchstäber, zugleich engagierter Projektleiter der Orgel-Sanierung, war am Freitag am Telefon die Vorfreude anzumerken: „Ein tolles Gefühl, sich nach viermonatiger Pause wieder an den Spieltisch setzen und die fertig intonierte Orgel spielen zu dürfen. Ein erhabenes Gefühl.“

Heutzutage ja nicht selbstverständlich – sowohl den Zeitplan als auch den Kostenplan haben sie in St. Ludwig/Herz Jesu Spiesen-Elversberg eingehalten. Am 3. August begannen die Arbeiten an der Klais-Orgel aus dem Jahr 1959. Am 20. November meldete Orgelbau Klais aus Bonn Vollzug. Punktlandung. Am ersten Advent sollte das königliche Instrument wieder erschallen. Das war der Plan. Der Erstkostenansatz von 135 000 Euro wurde nur unwesentlich erhöht wegen zusätzlicher Klaviatur-Überarbeitung. In den Endkosten von 137 000 Euro ist allerdings ein Lücke aufgebrochen, wie Buchstäber vorrechnet: Ein eingeplanter Zuschuss des Denkmalamtes über 35 000 Euro platzte und muss nun zusätzlich erstmal von der Kirchengemeinde übernommen werden. „Wir sind also weiter auf Spenden angewiesen“, sagt Buchstäber.

Alle 2934 Pfeifen sind ausgebaut und gereinigt worden. Der Spieltisch, quasi die Kommandozentrale der Orgel, erhielt eine elektrische Setzeranlage und eine neue Beleuchtung. Buchstäber: „Es spielt sich gut. Und es klingt brllianter, der Staub ist raus.“