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Notwendigkeit statt Luxus

Die Freude ist groß bei den Kameraden: Bürgermeister Reiner Pirrung und Wehrführer Knut Karch (Mitte, v.l.) weihten gemeinsam das modernisierte Feuerwehrgerätehaus ein. Foto: Mathias Huckert
Die Freude ist groß bei den Kameraden: Bürgermeister Reiner Pirrung und Wehrführer Knut Karch (Mitte, v.l.) weihten gemeinsam das modernisierte Feuerwehrgerätehaus ein. Foto: Mathias Huckert FOTO: Mathias Huckert
Elversberg. Rund 1,2 Millionen Euro investiert die Gemeinde Spiesen-Elversberg in die grundlegende Sanierung des Feuerwehrgerätehauses Elversberg. Unter anderem wird eine Atemschutzwerkstatt eingerichtet und die Sanitäranlagen modernisiert. Mathias Huckert

Über ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk konnte sich die Freiwillige Feuerwehr Elversberg freuen. Pünktlich zur Adventszeit wurde das Richtfest für das renovierte und erweiterte Feuerwehrgerätehaus veranstaltet. Der geplante Einzug der Wehr in das neue Gebäude soll spätestens im kommenden April abgeschlossen sein.



Von einer besonderen Angelegenheit, die den Brandschutz für die Gemeinde vor Ort weiterhin uneingeschränkt ermöglichen soll, sprach Bürgermeister Reiner Pirrung vor den versammelten Feuerwehrmännern und -frauen des Löschbezirks Elversberg . Zimmerermeister Olaf Pritzius von der Firma Karl Ecker aus Neunkirchen übernahm dabei traditionell die Einweihung des grundsanierten Gebäudes. Dem Wehrführer Knut Karch war die Freude über das Projekt, in das die Gemeinde rund 1,2 Millionen Euro investiert hat, deutlich anzusehen. Dass es sich bei der freiwilligen Feuerwehr keineswegs um "eine Freizeiteinrichtung für technikbegeisterte Menschen" handelt, stellte Karch in seiner Ansprache klar.

Die Verbesserungen, die den Feuerwehrmännern und -frauen in Elversberg bei ihrer Arbeit und somit auch der Gemeinde durch das modernisierte Gerätehaus zukommen sollen, sind zahlreich. So wird das Gebäude unter anderem getrennte Umkleideräume für die 68 Mitglieder der Feuerwehr bieten. Seit sieben Jahren mussten die Kameraden darauf nach einem Rohrbruch im alten Gebäude verzichten. "Es sind teilweise unmögliche Umstände. Mit dem erweiterten Gerätehaus werden nun unabdingbare Forderungen umgesetzt, die man keinesfalls als Luxus verstehen darf", erklärte Löschbezirksführer Michael Hoffmann der SZ. Eine Stiefelwaschanlage und eine vergrößerte Atemschutzwerkstatt sind ebenso eingeplant wie völlig neue Sanitäranlagen - die Mitglieder der Freiwilligen Feuerwehr mussten die Dusche nach dem Einsatz zuvor stets auf zuhause verlegen. Das wird sich im nächsten Jahr ändern. Etwa zeitgleich erwartet man im Löschbezirk dann auch noch ein neues Löschfahrzeug: "Das Fahrzeug wird uns wohl zu dem Zeitraum zur Verfügung stehen, wenn wir in das Gerätehaus einziehen können", so Hoffmann.



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