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Neuer Bebauungsplan für den Großenbruch

Neuer Bebauungsplan für den Großenbruch

Die neuapostolische Kirche im Elversberger Großenbruch muss bald keine Kirche mehr sein. Der Gemeinderat hat jetzt zumindest die planungsrechtlichen Grundlagen für eine mögliche andere Nutzung des Gebäudes geschaffen.

. In seiner jüngsten Sitzung hatte der Gemeinderat Spiesen-Elversberg über die zweite Änderung des Bebauungsplans "Großenbruch II, Teil 1" zu befinden. Die Planungen sehen vor, dass der Bereich um die neuapostolische Kirche in der Straße Am Ring und der Geländestreifen, der sich bis zum Beginn der Wohnbebauung im Finkenweg erstreckt, zu Wohnbaugrund werden (wir haben berichtet).

Nach der ersten Auslegung der Pläne war bekannt geworden, dass ein Kanal und Versorgungsleitungen im Planbereich liegen. Unter anderem wurde der Leitungsverlauf in einer Planänderung berücksichtigt. Bei der erforderlichen zweiten Auslegung der Pläne kamen keine Einwände aus der Bevölkerung. Anmerkungen der Träger öffentlicher Belange, also Versorger, Dienstleister und Institutionen, waren dem Bauausschuss vom Planungsbüro vorgelegt und eine positive Abwägung empfohlen worden, heißt, eine erneute Planänderung war nicht notwendig. Der Satzungsbeschluss, womit der neue Bebauungsplan nach öffentlicher Bekanntmachung rechtskräftig wird, war einstimmig.

In weiteren Punkten der Tagesordnung ging es vornehmlich ums Geld. So hatten die Räte auch über eine überplanmäßige Ausgabe für den Vorplatz des Feuerwehrgerätehauses in Spiesen zu entscheiden. Zur Nutzung der Fläche mit den großen und vor allem schweren Fahrzeugen muss diese jetzt entsprechend befestigt werden. Knapp 70 000 Euro müssen finanziert werden, 25 000 stehen noch zur Verfügung. Die restlichen 45 000 Euro sollen aus verschiedenen Haushaltsstellen wie dem Sitzungsdienst, Gemeindesportplatz und Barrierefreies Wohnen kommen. Beim Beschluss herrschte Einstimmigkeit. Der Seniorenbeirat forderte, dass die Gelder im nächsten Haushalt wieder für das Programm Barrierefreies Wohnen zur Verfügung gestellt werden.

Beim Jahresabschluss der Sonderrechnung Abwasser für 2014 wurde ein Überschuss von rund 225 000 Euro einstimmig festgestellt. Dieser wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Beim Zuschuss von 1000 Euro für die katholische Kita in Elversberg waren sich die Ratsmitglieder ebenfalls einig. Das Geld ist der gemeindliche Anteil von 20 Prozent an einer geplanten Investition über 5000 Euro. Es soll eine neue Trennwand im Werkraum der Kita eingezogen werden.

Lediglich zur Kenntnis nahm der Rat, dass für die Zahlung der Kapitalertragssteuer 2014 Mehrausgaben von 32 500 Euro notwendig geworden waren. < Bericht folgt.