Neue Brücken für das Ruhbachtal

Zwei Brücken an der Kläranlage der Gemeinde Spiesen-Elversberg sind morsch. Die kürzere wurde bereits zurückgebaut und soll nun ersetzt werden. In vier bis sechs Wochen könnte das Bauwerk bereits stehen.

Im Ruhbachtal wird eine weitere Brücke neu errichtet. Dafür stimmten die Mitglieder des Zweckverbandes Naherholungsgebiet Ruhbachtal in ihrer jüngsten Sitzung. Konkret geht es dabei um die zwei Überquerungen auf Elversberger Bann, wie Sulzbachs Bürgermeister Michael Adam als Chef des Verbandes darlegte. Die zweite, etwas längere Brücke, soll in absehbarer Zeit ebenfalls erneuert werden, was sich jedoch aufgrund der Gegebenheiten vor Ort als weit schwerer als beim kürzeren Steg erweise. Die Brücken an der Kläranlage der Gemeinde Spiesen-Elversberg sind morsch, das ist für beide schon mal die Grundsituation. Die kürzere der beiden ist bereits zurückgebaut und präsentiert sich derzeit als skelettiertes Gebilde. Behelfsmäßig wurden hier Trittsteine platziert, um eine Überquerung zu ermöglichen. Seit Ende Juli hat man mit der Konstruktion einer Brücke in der Nähe des Schutzpavillons auf dem Karl-May-Wanderweg auf Sulzbacher Bann gute Erfahrung gesammelt. "Auf dieser Basis könnten wir schnell handeln und in die neue Brücke investieren", so Adam. Die bereits erbaute Brücke in Sulzbach schlug mit lediglich etwa 7000 Euro zu Buche. Das Stahlkonstrukt habe eine Haltbarkeit von etwa 30 Jahren, die Holzverkleidung füge sich optisch gut ein und könne bei Bedarf relativ leicht gewechselt werden.

Der "Vater der Brücke", Ingenieur Joachim Groß, der die Pläne seinerzeit kostenfrei anfertigte, hatte auf Basis des Neubaus bereits einen Plan für die neue, die kürzere Brücke zur Hand. Aufgrund der relativ geringen Länge handele es sich eher um einen Steg, wie er ausführte. "Die Statik ist weiterhin gegeben", so Groß. Die veranschlagten Kosten wären mit 5000 Euro sehr günstig. Nach dem einstimmigen Votum des Gremiums, mit dem der Neubau auf den Weg gebracht wurde, kann sich der Bürgermeister vorstellen, dass - bei entsprechender Wetterlage - die neue Brücke bereits in vier bis sechs Wochen steht.

Der Neubau der zweiten, der längeren Brücke, stellt sich nicht ganz so einfach da. Die alte Überquerung dort stehe auf zwei nicht mehr aktiven Gasrohren, die wohl zurückgebaut werden müssen, wie Reiner Pirrung , Bürgermeister von Spiesen-Elversberg und stellvertretender Verbandsvorsteher, mitteilte. Nun würden die langsamen Mühlen der Verwaltung ins Rollen geraten.

Denn erst nach diesem Rückbau könne die Berechnung der benötigten Statik erfolgen. Aufgrund dieser Berechnungen könnte der Zweckverband dann überhaupt erst beschließen, dass eine neue Brücke gebaut werden soll. "Es ist im Moment eine etwas unklare Situation", fügte Michael Adam an, da man dann ja erst die Kosten genauer ermitteln könne. Das Gespräch bei dieser Sitzung sei deswegen erstmal als Willenserklärung zu verstehen, ob denn auch die zweite, die längere Brücke mit etwa fünf Metern Spannweite gebaut werden soll. Dies segneten die Verbandsmitglieder ab.

Es sei auf jeden Fall so, ergänzte Reiner Pirrung , dass die Bürger die neuen Brücken befürworten würden. Viele Anfragen diesbezüglich per Post und E-Mail würden ihm dies bestätigen. Zumal man beispielsweise mit dem Kinderwagen dort den Ruhbach nicht überqueren könne.