Mehr Freude am Arbeiten

Gemeinsam mit Auszubildenden von Robert Bosch wird einmal jährlich in einem Projekt ein Arbeitsplatz im WZB optimiert. Kriterien sind dabei Arbeitssicherheit, Ergonomie, Effizienz und individuelle Einstellungen.

. Die WZB, Werkstattzentrum für behinderte Menschen der Lebenshilfe in Spiesen-Elversberg und die Robert Bosch GmbH in Homburg blicken heute auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit über mehrere Jahrzehnte zurück. Neben dem regulären Kunden-Lieferantenverhältnis verbindet beide Unternehmen auch eine langjährige Kooperation im Bereich Ausbildung, so Marius Junkes, Leiter Produktion im WZB-Werk 4.

Gemeinsam mit Auszubildenden von Robert Bosch wird dabei einmal jährlich in einem Projekt ein Arbeitsplatz im WZB optimiert, wobei sowohl die Erfahrungen von Robert Bosch als auch dem WZB einfließen. Dabei stellt das WZB als Werkstatt für behinderte Menschen ebenso wie Robert Bosch höchste Anforderungen an Arbeitssicherheit und Ergonomie - eine Herausforderung, welcher sich die Auszubildenden von Bosch gerne stellen, wie es in er Pressemitteilung heißt.

"Dabei gestalten sich die Aufgaben äußerst interdisziplinär: Konzeption, Konstruktion, Elektrotechnik, Pneumatik, Hydraulik - jedes Projekt tangiert meist mehrere Kompetenzfelder, so dass die Auszubildenden die unterschiedlichen Inhalte ihrer Ausbildung in Anwendung bringen können", beschreibt Jürgen Weinmann, Ausbildungsmeister Bosch Homburg, die Aufgaben. Während des gesamten Projektes stehen den Auszubildenden sowohl beim WZB als auch bei Robert Bosch Experten für die jeweiligen Fachgebiete und Fragestellungen beratend zur Seite. Gleichzeitig sammeln die Auszubildenden erste Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Menschen mit Behinderung, wobei auch Werte des menschlichen Zusammenlebens vermittelt werden.

"Ich komme jeden Tag aufs Neue gerne an meinen Arbeitsplatz. Sogar die Tischhöhe wurde auf mich eingestellt!", beschreibt Mathias Groß, Werkstattbeschäftigter im WZB, seinen Arbeitsplatz. Dabei handelt es sich um das Ergebnis des diesjährigen Auszubildendenprojektes, bei dem ein Arbeitsplatz, an dem sechs Meter lange Kupferrohre mit Bohrungen versehen werden, völlig überarbeitet und an den neusten Stand hinsichtlich Ergonomie , Arbeitssicherheit und Arbeitseffizienz angepasst wurde. Auch wurde eine neue Ständerbohrmaschine in den Arbeitsplatz integriert, welche den Bohrbereich optimal ausleuchtet und die Bohrstelle mit einem Kreuzlaser markiert. "Uns hat es großen Spaß bereitet, ein so tolles Projekt durchführen zu können und gleichzeitig den Mitarbeitern vor Ort noch mehr Freude bei der Arbeit zu ermöglichen", so Philipp Collet, Auszubildender und Projektleiter des diesjährigen Projektes.