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Kleinkunst-Häppchen von Literatur bis Tanz

Kleinkunst-Häppchen von Literatur bis Tanz

Die ganze Vielfalt der Kleinkunst bot das Caffé Kult in seiner jüngsten Auflage. Von der Abba-Revival-Band über das A-cappella-Ensemble LaMannschar bis zum Tanzprojekt iMove wurde ein spannendes Programm geboten.

. Das Caffé Kult ist Kult . Bevor am Samstagabend die Kleinkunstgala in der Elversberger Glückauf-Halle begann, hieß es erst einmal noch kräftig arbeiten. Der Besucherzuspruch war so groß, dass noch zusätzliche Tische und Stühle beigestellt werden mussten, ehe Bürgermeister Reiner Pirrung , der gewohnt charmant durchs Programm führte, die Veranstaltung eröffnen konnte. ,,Eine Superresonanz", freute sich der Verwaltungschef. Mit "Waterloo" und "Thank you for the Music" erinnerte die hauseigene Formation Abba Revival 2000 an die vor 40 Jahren begonnene Weltkarriere der schwedischen Popformation Abba . Mittels Großpräsentation der Songtexte animierte man auch die Zuschauer zum Mitsingen der Hits. Auf der Suche nach individuellen Literaten wurde Bürgermeister Pirrung in diesem Jahr in Sankt Wendel fündig. Alfons Klein, ehemaliger Hochschullehrer der Uni Saarbrücken, las aus seinem Erzählband "Ebbes is Immer". Humorvoll schilderte er bei seinen "Geschichten von Dahemm", dass im prallen alltäglichen Leben nie etwas glatt geht, weil: "Ebbes is immer".

Als wahrer Künstler seines Instrumentes zeigte sich der saarländische Konzertgitarrist Hermann Gelszinus. Mal zartgliedrig, mal temperamentvoll präsentierte er Interpretationen berühmter spanischer Komponisten und zauberte so die Seele Spaniens in die Glückauf-Halle. Das wurde mit viel Beifall honoriert.

Vor einer wohlverdienten Pause ging es in die große Welt der Tanzbühne. iMove, die Jugendtanzgruppe des saarländischen Staatstheaters, präsentierte Tanzpassagen aus ihrem Erfolgsstück "Cage". Ein von Choreograf Guido Markowitz und Daniela Rodriguez erarbeitetes Tanzstück, das mit viel Schwung und Präzision der leidenschaftlichen Tänzer vorgeführt wurde. LaMannschar, das siebenköpfige Vokalensemble aus Neunkirchen, verbreitete im Anschluss beste Laune. Zur eindrucksvollen Stimmakrobatik gesellten sich ausgefeilte Pointen, was insbesondere bei der Beatles-Parodie von "Obladi-Oblada" mitriss.

Das geschliffene Wort und Satire vom Feinsten präsentierte das Homburger Frauenkabarett. ,,Ein Mann will nicht nur Knochen schaben, das Weibsstück muss auch Speck drum haben", brachen die fünf Künstlerinnen des Ensembles beispielsweise eine Lanze für die Körperfülle.

Die Vielfältigkeit der Kleinkunstgala Caffé Kult rundete eine Ausstellung der saarländischen Fotografin Gertrud Walter ab. Sie ließ die Besucher teilnehmen auf ihrem Weg in der fotografischen Wahrnehmung des Besonderen, des Verborgenen und des Vergänglichen. Neunkirchens Bürgermeister Jörg Aumann brachte es zum Schluss der Veranstaltung auf den Punkt. ,,Eine tolle Kleinkunst-Gala, die das ganze Spektrum an Vielfältigkeit und bester Unterhaltung bot."