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Wichtige Maßnahme
Kanal bietet Schutz bei starkem Regen

 Übergabe des neuen Teilstücks der Straße am Beckerwald in Spiesen. Unser Foto zeigt, Bürgermeister Reiner Pirrung, Vertreter der Germeinde, der KEW, des WZB, des Landesbetrieb Saarforst und des Ingenieurbüros Dumont und Partner.
Übergabe des neuen Teilstücks der Straße am Beckerwald in Spiesen. Unser Foto zeigt, Bürgermeister Reiner Pirrung, Vertreter der Germeinde, der KEW, des WZB, des Landesbetrieb Saarforst und des Ingenieurbüros Dumont und Partner. FOTO: Jörg Jacobi
Spiesen-Elversberg. Die Arbeiten für einen neuen Kanal am Spieser Beckerwald sind abgeschlossen. Zudem wurden Straße und Beleuchtung erneuert. Von Heinz Bier

Nach Meinung von Reiner Pirrung ist es „eine ganz wichtige Maßnahme, mit der ich sehr zufrieden bin“ und Thomas Latz sprach von einem „Glückstag für die Lebenshilfe Kreisvereinigung und das WZB“. Was der Bürgermeister und der Geschäftsführer der Lebenshilfe bei einem Ortstermin am Mittwochmorgen derart positiv darstellten, ist der Abschluss einer Kanalbaumaßnahme am Beckerwald in Spiesen zwischen der Einmündung Martin-Luther-Straße und dem unteren Parkplatz des Werkstattzentrums für Behinderte (WZB).


Im Zuge der Kanalarbeiten wurde auch das betreffende Straßenteilstück erneuert und ein Gehweg angelegt. Auch die Beleuchtung auf dem gesamten Teilstück wurde erneuert. Im kleinen Kreis mit Vertretern der beteiligten Behörden und Unternehmen, Vertretern des WZB sowie Mitarbeitern des Gemeindebauamtes erklärte Bürgermeister Pirrung, dass es sich bei dem neuen Regenwasserkanal um den vorletzten Bauabschnitt des Sammlers im Zuge der so genannten „Niederschlagswasserbewirtschaftungskonzeption (Niwabeko)“ handelt, der jetzt so viel wie möglich Fremdwasser dem Mühlbach zuführen wird.

Der vorhandene Mischwasserkanal sei ja nun ohnehin erneuerungsbedürftig gewesen, betonte Bürgermeister Pirrung, „und damit haben wir in diesem Fall gleich zwei Fliegen mit einer Klappe geschlagen“. Durch die Maßnahme werde auch die Hochwassersituation in der Ortsmitte bei Starkregenereignissen beseitigt, erklärte der Verwaltungschef, „und die permanenten Rückstaus kommen auch nicht mehr vor“. Da die Straße ebenso marode war wie der Kanal, wurde auch diese abschließend erneuert und ein Teil der notwendigen Baustraße wurde als Gehweg angelegt und darüber freuen sich die Mitarbeiter des WZB ganz besonders.



Dazu Thomas Latz: „Für unsere Menschen mit Behinderung ist die Neugestaltung des Fußweges eine ganz wichtige Maßnahme“. Mit dem bisherigen Trampelpfad durch den Wald war das nach seiner Schilderung „oftmals schon sehr gefährlich, doch nun ist das eine viel bessere Situation“, erklärte der Geschäftsführer der Lebenshilfe. Latz nutzte den Ortstermin am Mittwoch auch dazu, die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit zwischen WZB und Gemeindeverwaltung „auch in anderen Bereichen“ herauszustellen. Die Kanalbaumaßnahme hatte im Frühjahr 2017 begonnen und war mit den Asphaltarbeiten in diesem Frühjahr abgeschlossen worden. Insgesamt wurden 285 Meter Regen- und 279 Meter Mischwasserkanal verlegt.

Die Kosten für den Kanal belaufen sich auf 590 000 Euro, zu denen das Land 203 000 Euro zugeschossen hat. Für den Straßen- und Gehwegbau hat die Gemeinde 38 000 Euro und für die Beleuchtung 15 000 Euro aufgewendet. Im letzten Bauabschnitt wird demnächst auch der Kanal im oberen Abschnitt der Sackgasse zwischen dem Parkplatz und dem WZB erneuert.