Bernd Hufs Fahrplan bis zum Amtsantritt im Rathaus Spiesen-Elversberg : An seinem Netzwerk knüpft er schon

Die letzten 100 Tage bis zum Amtsantritt laufen schon für Bernd Huf (50). Am 1. Oktober wird der Parteilose Nachfolger von Reiner Pirrung (CDU) als Bürgermeister der Gemeinde Spiesen-Elversberg.

Herr Huf, wie sieht denn Ihr persönlicher Fahrplan bis zum 1. Oktober aus?

Huf: Meine Nachfolge als Kämmerer in der Gemeinde Mandelbachtal ist geklärt. Am 14. August ist mein letzter Arbeitstag. Danach habe ich Urlaub.


Machen Sie auch Urlaub?

Huf: Ich werde mit meiner Frau wohl zwei Wochen wegfahren. Mal sehen, wohin.


Dann bleibt ja noch Zeit. Nutzen Sie die Zeit zum Einstimmen, zum Vorbereiten auf Ihre neue Aufgabe?

Huf: Sicher, soweit das geht. Ich sammle Informationen, führe Gespräche, mache mir Gedanken.


Jetzt waren Sie bei der konstituierenden Sitzung des Gemeinderats dabei. Haben Sie mehr bekannte oder mehr unbekannte Gesichter gesehen?

Huf: Es waren wohl noch mehr unbekannte Gesichter.


Und zu den Fraktionen, haben Sie da schon Kontakt aufgenommen?

Huf: Ich habe nach der Wahl alle fünf Fraktionen angeschrieben. Mit der CDU und der FDP gab es auch schon ein Gespräch, Linke und Grüne wollen sich melden. Die SPD hat mich zu ihrer Fraktionssitzung im August eingeladen.


Was erwarten Sie für die Zusammenarbeit zwischen einem parteilosen Verwaltungschef und dem Rat?

Huf: Das sehe ich wirklich entspannt. Ich möchte am 1. Oktober einen richtigen Neuanfang machen. Ohne vielleicht Belastendes aus Wahlkampfzeiten. Und das sollte doch klappen. Ich hoffe jedenfalls, dass es funktioniert.


Skizzieren Sie Ihre ersten Ziele.

Huf: Nun, ich glaube, es ist grundsätzlich wichtig, für die Entwicklung der Ortsteile Konzepte zu entwickeln. Wie sollen Spiesen und Elversberg aussehen? Und diese Konzepte sollen mit den Bürgern entwickelt werden.

Wie sehen Sie da Ihre Rolle?

Huf: Als Steuerer.


Sie wollen neue Impulse setzen. Da gehen nicht immer alle mit… 

Huf: Was ich nicht brauchen kann, sind Nörgler. Wenn mir jemand Argumente entgegensetzt, ist das völlig in Ordnung. Aber wenn mir jemand sagt: Das haben wir aber immer schon so gemacht!, dann habe ich damit ein Problem.


Worauf freuen Sie sich besonders, wenn Sie ins Rathaus kommen?

Huf: Viele Projekte anzuschieben, die uns als Gemeinde nach vorne bringen können.


Und gibt es auch etwas, wovor Sie Respekt haben?

Huf: Ich habe nach dem Wahlerfolg starke Rückmeldung bekommen. Unbekannte Menschen haben mich angesprochen, mir gratuliert und Erfolg gewünscht. Da entsteht natürlich eine Erwartungshaltung. Und der muss ich gerecht werden. Davor habe ich schon Respekt.

Mehr von Saarbrücker Zeitung