In Elversberg tut sich was

Trotz einer Teilrenovierung der Fassade vor knapp zehn Jahren ist die Elversberger Glückauf-Halle sichtlich in die Jahre gekommen. Das betrifft den gesamten Bau, im Besonderen aber die Gastronomie. Jetzt tut sich etwas in der Halle.

Die Fensterfront im oberen rechten Bereich soll wegen des notwendigen Einbaus von Küchengeräten einer strukturierten Fassade weichen.

Beim Betreten der Glückauf-Halle fällt vor allem eines ins Auge: Das Foyer ist bestuhlt. Der gesamte Gastronomiebetrieb sielt sich derzeit hier ab. Dafür gibt es Gründe. Die eigentliche Gaststätte in der Halle ist derzeit eine einzige Baustelle. Warum, das erklärten Bürgermeister Reiner Pirrung , Architekt Klaus Peter Koch und Robert Klee vom Bauamt der Gemeinde beim Ortstermin.

"Die Halle ist 1975 an der Stelle des ehemaligen Schlafhauses eingeweiht worden", erzählt Pirrung. "Da jetzt einige Jahre ins Land gegangen sind, ist eine Generalüberholung fällig." Oberste Priorität habe laut Verwaltungschef der Gastronomiebereich. "Das ist der erste von geplanten vier Bauabschnitten", bestätigt Architekt Koch. Der Eingangsbereich zum Gastraum soll geändert werden - ein direkter Zugang,ohne durchs Treppenhaus zur Pächterwohnung zu müssen, soll es werden. Im Gastraum soll Einfachheit dominieren. "Die Glasfront bleibt erhalten, wird aber durch moderne, dreifachverglaste Elemente ersetzt, die den aktuellen Anforderungen entsprechen", so Koch.

Den größten Brocken in diesem Bauabschnitt bildet aber die Küche. War die alte Küche im Untergeschoss zu groß, vor allem aber nur recht umständlich über eine enge Treppe zu erreichen, wird die neue Gaststätte eine Bistroküche auf der Ebene des Gastraums erhalten. "Ein Wunsch, der schon oft an uns herangetragen worden war", betont der Verwaltungschef. Dazu muss ein Teil der von Fenstern dominierten Fassade im hinteren Teil der Gaststätte geschlossen werden. Sie wird nach außen mit reliefartigen Platten verkleidet, die sich im späteren Eingangsbereich der Gaststätte wiederfinden sollen.

Zurzeit läuft man dort noch auf der rohen Betondecke, die Deckenverkleidungen sind abgerissen und dort, wo später die Küche stehen soll, aus der Pächter Achillis Tanousas seine Gäste verwöhnen möchte, steht derzeit nur eine Trockenbauwand. Lange soll es allerdings nicht mehr dauern. "Im zweiten Quartal wollen wir fertig werden", so Koch. Dann wird auch die Theke im Eingangsbereich der Halle in neuem Design locken. Gesamtkosten: rund 460 000 Euro für Gastronomie, neuen Eingangsbereich, Arbeiten an der Fassade, Baunebenkosten, aber auch für vorbereitende Arbeiten weiterer Bauabschnitte . Als Nächstes sollen die Toiletten aus dem Untergeschoss auf die Ebene der Halle verlegt werden. Der Zugang erfolgt dann durch den Windfang. Die Anlage selbst wird im hinteren Teil der Halle eingebaut. Verzichtet werden kann dann auf den großen Treppenabgang im Foyer. "Der wird geschlossen", so Koch.

Es folgt die Umgestaltung des Eingangsbereiches. An der Stelle des Treppenabgangs sollen Abendkasse und Garderobe ihren Platz finden. Die Gemeindebücherei soll größere Räume im Untergeschoss bekommen, und am Inneren der Halle wird auch geplant. Nachgedacht wird über Technik, Lüftung, Beleuchtung und die innenarchitektonische Gestaltung. Entscheidungen sind hier aber noch nicht gefallen.