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Haydns „Sieben letzte Worte“ beeindruckten die Zuhörer

Spiesen-Elversberg. Ein Passionskonzert der besonderen Art erklang in der Herz-Jesu-Kirche in Elversberg: Das Collegium Instrumentale aus Saarbrücken gestaltete den musikalischen Part, Michael Schäfer, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Spiesen-Elversberg, übernahm die Rezitation. jpm

. Im Jahre 1785 komponierte Joseph Haydn für die Karwoche "Sieben Sonaten mit einer Einleitung und am Schluss ein Erdbeben", welche sich mit den letzten Stunden Jesu Christi am Kreuze beschäftigen. Diese sieben "letzten Worte" wurden aus den Berichten aller vier Evangelisten, Johannes, Lukas, Markus und Matthäus, zusammengetragen und am Karfreitag 1786 in der Kirche Santa Cueva uraufgeführt.

Die instrumentale Ebene des Passionskonzertes in der Herz-Jesu-Kirche in Spiesen-Elversberg wurde vom Streichorchester des Collegium Instrumentale Saarbrücken gestaltet. Die musikalische Leitung des Orchesters übernahm Helmut Haag, der unter anderem 28 Jahre lang die evangelische Kantorei St. Ingbert leitete und den bereits eine langjährige künstlerische Zusammenarbeit mit dem Collegium verbindet.

Von Anfang an hinterließ der Vortrag, inszeniert durch getragene Violine und sorgfältig platzierten Kontrabass, einen tiefen Eindruck. Die Musiker schafften es, die Stimmung der einzelnen Parts zwischen Trauer und Hoffnung durchgängig großartig zu transportieren. Besonders hervor stach die zentrale vierte Sonate, deren finstere Melancholie gekonnt eingefangen wurde, sowie das Erdbeben am Ende, wobei mit Hilfe demonstrativ erhöhter Kraft und Lautstärke die inbrünstige Wut im Kern des Aktes deutlich zur Geltung kam.

Die sieben dazugehörigen Verse, die Michael Schäfer, Pfarrer der evangelischen Kirchengemeinde Spiesen-Elversberg , zwischen den einzelnen Sonaten einbrachte, stellen für sich genommen je eine Botschaft heraus, der im Christentum besondere Bedeutung zukommt: "Vater, vergib ihnen, denn sie wissen nicht, was sie tun." - "Amen, ich sage, dir: Heute wirst du mit mir im Paradiese sein." - "Frau, siehe, deinen Sohn! Und: Siehe, deine Mutter! - "Mein Gott, mein Gott, warum hast du mich verlassen?" - "Mich dürstet." - "Es ist vollbracht." - "Vater, in deine Hände lege ich meinen Geist."

Das Werk Haydns in Kombination mit den dazugehörigen Bibelzitaten sollte den Zuhörern "einen anderen Zugang zum Leiden und Sterben Christi vermitteln", erklärte Schäfer die Idee hinter dem Passionskonzert. Dass diese gut ankam, bestätigte hinterher der minutenlange Applaus des Publikum, das die Veranstaltung mit den Worten "wunderbar", "sehr schön" und "beeindruckend" beschrieb.