| 20:49 Uhr

Bericht des Hauptamtleiters
Schüler werden mit dem Bus zum Sport gebracht

Spiesen-Elversberg. Der Gemeinderat Spiesen-Elversberg beschäftigte sich unter anderem mit den Folgen der Sperrung der Langdellhalle. Von Heinz Bier

Die Verantwortlichen der Gemeinde Spiesen-Elversberg erwarten durch die Sperrung der Langdellhalle keine Beeinträchtigungen für die Nutzer. Auf eine Anfrage von SPD-Fraktionssprecherin Heike Morgenthal teilte Michael Gallo am Freitagabend in der Gemeinderatssitzung mit, dass die Schüler zum Sport in die Großenbruchhalle gefahren würden und es auch bei den Vereinen bisher keine Probleme gebe. „Es braucht kein Schulsport auszufallen“, versicherte der Leiter des Haupt- und Personalamtes. Die Langdellhalle bleibt wegen Bodenverwerfungen bis zum Jahresende geschlossen (wir haben berichtet). „Bis dahin muss der Boden komplett ausgetauscht werden“, informierte Bürgermeister Reiner Pirrung von der CDU, „und langfristig muss auch der Kanal erneuert werden“, fügte der Verwaltungschef hinzu. „Nicht langfristig, sondern kurzfristig“, korrigierte CDU-Mann Peter Marx seinen Parteifreund mit Nachdruck.


Einstimmig hat der Rat eine außer-
planmäßige Ausgabe zur Sanierung des Kanals in der Straße Zum Brünnchen bewilligt. Die war erst später geplant, soll aber wegen der Starkregenereignisse der letzten Monate vorgezogen werden. Wiederum Peter Marx reklamierte allerdings, dass diese Maßnahme zu Lasten der Kanalsanierung Gänsberg gehen soll, die deshalb in das Jahr 2020 zurückgestellt wird. Der Bürgermeister will sich der Sache noch einmal annehmen. Eine lebhafte Diskussion ergab sich bei der Aussprache über das Einräumen eines Erbbaurechtsvertrags an den Grundstücken der katholischen Kirchengemeinde St. Ludwig zur Errichtung einer Kindertagesstätte in Containerbauweise. Hierzu wurde schon im Mai ein Vertragsentwurf erarbeitet, der aber vom Bistum in Trier in wesentlichen Punkten nicht anerkannt wird. Jetzt sollen zunächst noch einmal Gespräche mit dem Landesjugendamt geführt werden, und bei positivem Verlauf könnten die Verhandlungen mit dem Bistum mit Blick auf den Erbbaurechtsvertrag wieder aufgenommen werden. Vor diesem Hintergrund sehen sowohl SPD-Sprecherin Morgenthal wie auch Dennis Ditz von der FDP noch erheblichen Klärungsbedarf und sprachen sich dafür aus, die Abstimmung zu verschieben. Bürgermeister Pirrung bot daraufhin an, das Thema an die Verwaltung zurückzugeben, was vom Gemeinderat einmütig befürwortet wurde.

Weniger problematisch verliefen die Entscheidungen über die Zusammenlegung der Bürgermeisterwahl mit der Kommunalwahl am 26. Mai kommenden Jahres und die Beibehaltung der bisherigen Wahlbereiche. Auch der Wirtschaftsplan der Glückauf-Halle GmbH für die Jahre 2018 und 2019 wurde vom Gemeinderat einstimmig gebilligt. Detailfragen von Dieter Lieblang (FDP) beantwortete Gemeindekämmerer Hans-Werner Schuhmacher. „Die Glückauf-Halle ist nach wie vor defizitär“, musste Bürgermeister Pirrung angesichts der Zahlen einräumen und die Sitzungsvorlage des Kämmereiamtes lässt auch keine Besserung erwarten. „Aufgrund der geplanten umfangreichen Sanierungsmaßnahmen wird 2019 mit einer Verschlechterung des Ergebnisses zu rechnen sein“, prognostiziert die Fachdienststelle im Rathaus.