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Elversberg : Feuerwehrmann mit Leib und Seele

Elversberg : Feuerwehrmann mit Leib und Seele

Jürgen Stuppy ist seit 70 Jahren bei der Freiwilligen Feuerwehr in Spiesen-Elversberg aktiv. Jetzt wurde er dafür geehrt.

„Gott zur Ehr, dem Nächsten zur Wehr“, ist ein Leitspruch, dem im Leben von Jürgen Stuppy große Bedeutung zu kommt.

Die wenigsten Zeitgenossen werden sich Gedanken darüber machen, wie eine Feuerwehr funktioniert und was Mitbürger in Kauf nehmen, um im Notfall bei Tag und Nacht für Einsätze bereitzustehen. Für Familie Stuppy gehörten Alarmbereitschaft, Einsätze, Übungen – aber auch Versammlungen und Feste im Löschbezirk Elversberg über Jahrzehnte zum Alltag.

Anlässlich seiner 70-jährigen Zugehörigkeit zur Freiwilligen Feuerwehr Elversberg wurde Jürgen Stuppy kürzlich im Beisein von Bürgermeister Reiner Pirrung geehrt. Geboren am 15. August 1931, lernte der junge Mann nach der Schule den Beruf des Zimmermanns. Zur Feuerwehr stieß er bereits gegen Ende des Zweiten Weltkrieges, als er sich der damaligen Jugendgruppe anschloss. 1947 trat Jürgen Stuppy in den Spielmannszug der Freiwilligen Feuerwehr Elversberg ein. Dort spielte er die Becken bis zu seinem Ausscheiden aus dem Spielmannszug im Jahre 1999, womit er allein auf 52 aktive Musiker-Jahre kommt. Im Jahr drauf, am 1. Juli 1948, nahm ihn die aktive Wehr auf.

Wie sich Franz-Josef Ley, Schriftführer der Freiwilligen Feuerwehr Elversberg, erinnert, hat sich sein älterer Kollege „nicht nur im normalen Feuerwehrdienst engagiert, sondern hat auch zur Gestaltung verschiedener Feste beigetragen“. Und das sowohl gesanglich – „besondere Popularität genoss sein von ihm vorgetragenes Lied von den Vinschgauern“ – oder mit handwerklicher Leistung. „So hat Jürgen Stuppy unter anderem zur Gestaltung unseres Sommerfestes die Pergolen hergestellt“, würdigt Ley das große Engagement und die Hilfsbereitschaft des Geehrten.

1954 wurde Stuppy zum Oberfeuerwehrmann befördert, neun Jahre später zum Löschmeister, 1972 zum Oberlöschmeister. Im Jahr drauf verlieh der Innenminister dem Elversberger das silberne Feuerwehrehrenkreuz für 25-jährige Zugehörigkeit zur aktiven Feuerwehr. Es folgten weitere Würdigungen, etwa mit der „Zinnenen Wanduhr“ durch die Gemeinde für 30-jährige Zugehörigkeit und 1983 Verleihung das goldenen Feuerwehrehrenkreuzes.

1991 wechselte Jürgen Stuppy in die Altersabteilung  der Feuerwehr. Seine Liebe zum Dienst an der Allgemeinheit hat er übrigens vererbt. „Beide Söhne haben aktiv in der Feuerwehr ihren Dienst versehen, bis es beruflich oder persönlich nicht mehr möglich war“, so Franz-Josef Ley.