Entspanntes von der grünen Insel

Ungefähr 130 Besucher waren ins Centrum für Freizeit und Kommunikation in Spiesen gekommen, um beim ersten irischen Abend gemeinsam zu feiern. Dabei erklang unter anderem keltische Musik.

. Sehr entspannt - das sind die Iren im Allgemeinen und das war auch die Grundstimmung des ersten irischen Abends im Centrum für Freizeit und Kommunikation (CFK) in Spiesen . Der Abend erwies sich als Volltreffer. Etwa 130 Freunde der grünen Insel und des gepflegten Guiness waren in die Eventhalle gepilgert. Gerechnet hatte CFK-Geschäftsführer Michael Krauss mit deutlich weniger. "Das sind ja schon Soulful-Christmas-Dimensionen", freute er sich und verglich mit der traditionellen vorweihnachtlichen Show.

Eigentliche Gastgeber waren indes Steffen Korf und Katja Lojer von der Band Céili. Die beiden Musiker haben Irland nach vielen Reisen zu ihrem "Herzens-Land" erklärt, für das sie nur zu gern als Botschafter auftreten. Klar, dass der Musiktradition Irlands, also keltischen Klängen, an diesem langen Abend eine wesentliche Rolle zukam. Vor dem Foto eines zünftigen Pubs wurde auf irischen Flöten, Cello und Gitarre gespielt, rhythmisch unterstützt von Andreas Feidel (Percussion). Sanfte Melodien wechselten sich mit kraftvollen, schnellen Songs ab, wobei die Ursprünge mancher Stücke bis ins 16. Jahrhundert zurückreichen. "Meistens geht es um Herz, Schmerz, Heimweh und Auswanderung", erklärte Korf, der mit Pferdeschwanz, Bart, karierter Batschkapp, Hemd und brauner Cordhose auch optisch als Ire durchging.

Parallel zum Konzert kredenzte das CFK-Team ein original irisches Dinner. Den Auftakt machte Pastinaken-Apfelsuppe, gefolgt von Lammragout als Hauptgang. Zwischendurch gab Steffen Korf Einblicke in die Welt des Whiskeys. So wissen jetzt auch alle Antialkoholiker, dass das aus Wasser und Getreide hergestellte Kultgetränk in Irland öfter destilliert wird als in Schottland, dafür aber mit weniger Rauch als dort in Berührung kommt. Natürlich wurde auch verkostet: nämlich je ein Gläschen Jameson, Kilbeggan, Connemara und Redbreast, serviert von Korfs Schwester und seinem Schwager, die eigentlich in Irland leben.

Gut macht sich so ein Whiskey auch als Dessert. Doch bevor der Irish Stout Cake mit Whiskey-Zabaglione auf die Tische kam, bereiste man gemeinsam per Diashow die grüne Insel, auf der nicht nur Fuchsien wie Unkraut, sondern dank Golfstrom sogar Palmen wachsen. Für Lacher sorgte auch der Hinweis, dass irische Pubs für Frauen früher tabu waren - mit Ausnahme eines kleinen abgetrennten Kabuffs, von wo aus die Ehefrauen an ihre Gatten appellieren konnten, doch endlich heimzukommen. Alles in allem ein runder Abend, von dem der Ire zu Recht sagen würde: "The Craig was great."

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