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Ein Schwerverletzter und 150.000 Euro Schaden nach Explosion in Spiesen-Elversberg

Ein Schwerverletzter und 150.000 Euro Schaden nach Explosion in Spiesen-Elversberg

Ein Wohnhausbrand in der Spieser Hauptstraße sorgte am Sonntagvormittag für einen Großeinsatz der Feuerwehr. Zwei Personen erlitten eine Rauchgasvergiftung, Ein Hausbewohner erlitt schwere Brandwunden.

Sirenengeheul zerriss gestern gegen 8.45 Uhr die sonntägliche Ruhe in Spiesen. In der Hauptstraße war es in einem Wohnhaus älteren Baujahres nach Polizeiangaben im Kellergeschoss zu einer Expolsion beziehungsweise Verpuffung gekommen, wodurch das Anwesen in Brand geriet. Innerhalb von Minuten breitete sich das Feuer in dem kleinen Gebäude bis zum Dachgeschoss aus. Die Feuerwehren aus Spiesen, Elversberg die Drehleiter vom Löschbezirk Neunkirchen Innenstadt und der Umgebung waren zügig vor Ort und konnten so zumindest das Übergreifen des Feuers auf die benachbarten Häuser verhindern. "Der Einsatz der Rettungskräfte war war schnell und effizient", lobte Kreisbrandinspekteur Werner Thom, der an den Unglücksort geeilt war. Die Feuerwehren konnte allerdings nicht verhindern, dass drei Bewohner des Hauses verletzt wurden, einer davon schwer. Der 62 Jahre alte Hauseigentümer war am Morgen in den Keller gegangen, danach hatte der 41 Jahre alte Stiefsohn einen Knall gehört. Da der Kellerraum nur von außen zu betreten war, musste der Mann aus dem Haus hinaus. Wie die Polizei informierte, barg der Familienangehörige den schwer verletzten Hausbewohner am Kellereingang. Ein 48 Jahre alter Nachbar half ihm bei der Rettung. Beide wurden durch Rauchgase verletzt und später im Krankenhaus behandelt. Der Hauseigentümer wurde mit schweren Verbrennungen per Hubschrauber in eine Spezialklinik gebracht. Die Polizei sperrte die Hauptstraße großräumig ab, auch Mitarbeiter der Kommunalen Energie- und Wasserversorgung (KEW) waren im Einsatz - ebenso wie die Notfallseelsorge, die sich um die unverletzten Bewohner des Hauses kümmerten. Das Haus ist einsturzgefährdet, weshalb eine Brand-/Explosionsursachenerforschung erst nach Sicherungsmaßnahmen durchgeführt werden kann. Es ist nach Angaben der Kriminalpolizei ein Sachschaden von rund 150 000 Euro entstanden. Die Ermittlungen werden vom Branddezernat geführt.