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Die Narren zogen am Dienstag beum Umzug durch Spiesen.

Fastnachtsumzug in Spiesen : Das Beste kommt zum Schluss

Am Fastnachtsdienstag feierten die Faasebooze in Spiesen Straßenfastnacht mit großem Umzug, bester Stimmung und super Wetter.

Sturm, Regen, Kälte:  Kennen sie in Spiesen alles nur zu gut. Aber dort bleibt man erst einmal gelassen. Da kann sich das Wetter am Dienstagvormittag auch noch sehr bemühen, um sich von seiner übelsten Seite zu präsentieren, in Spiesen bleiben sie cool. Denn das haben sie in 32 Jahren von Ferdi Matheis und Hansi Klemmer – so lange sind die beiden schon als Zugmarschalls dabei – gelernt: Der Zug startet um 15.33 Uhr, es lohnt sich nicht, sich vorher schon verrückt zu machen. Und siehe da: Sogar die Sonne kam pünktlich zum Anpfiff des traditionsreichen Umzugs am Fastnachtsdienstag hinter den Wolken hervor. Und die hielten in diesem Jahr endlich mal wieder dicht. Darum hieß es: Sonnenbrille raus, Regenschirm zu.

Der Spieser Umzug bildet übrigens das Schlusslicht unter den Zügen im Kreis. Er startet als letzter. Das hat seinen Grund, weiß Ferdi Matheis: „Da unser Zug ja immer dienstags stattfindet und da schon wieder viele arbeiten müssen, war damals die Überlegung, den Zug später zu starten, damit die Leute nach der Arbeit noch kommen können. Unter anderem hat man an die Bergleute gedacht.“ Dass sich gestern das Wetter den Gepflogenheiten der Faasebooze anpasste, war übrigens von adeliger Seite so geplant. „Ab drei Uhr werd’s scheen“, verkündete NKA-Prinz Nicolas I. um halb drei ganz sicher. Und zu dem Zeitpunkt hatte es noch geregnet.

Aber: Wetter super, Stimmung super bei den Faaseboozen auf den Wagen, bei den Fußgruppen und natürlich entlang der Strecke, vom Beckerwald bis zur Langdell, wo Tausende mitfeierten. So wie „Die Spieser vom anderen Stern“, eine private Gruppe, die seit 20 Jahren mitmarschiert. Dass die Sonne schien, für sie kein Wunder: „Die scheint für uns, mir hann uns jo aach extra geschminkt unn besonnersch scheen gemacht.“ Ei dann...

Sie waren eine von 46 teilnehmenden Gruppen, von denen die Hausherren des KV Alleh Hopp Spiesen und die Nachbarn vom NKV Elversberger Narrenzunft mit den meisten Akteuren am Start waren.

Im Anschluss ging die Party im Zelt des KV weiter, wo die Fastnacht für dieses Jahr beerdigt wurde. Aber heute ist nicht alle Tage, die kommt wieder, keine Frage.