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Auf dem neuesten Stand der Technik

Bei der Inbetriebnahme: Bürgermeister Reiner Pirrung, Oberbauleiterin Beate Schneider und die EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann und Michael Philippi. Foto: Jörg Jacobi
Bei der Inbetriebnahme: Bürgermeister Reiner Pirrung, Oberbauleiterin Beate Schneider und die EVS-Geschäftsführer Georg Jungmann und Michael Philippi. Foto: Jörg Jacobi FOTO: Jörg Jacobi
Spiesen-Elversberg. Das neue Regenüberlaufbecken in Spiesen, das jetzt offiziell in Betrieb genommen wurde, entlastet den Mühlenbach. Mathias Huckert

Die Gemeinde Spiesen-Elversberg hat zusammen mit dem Entsorgungsverband Saar (EVS) ein neues Regenüberlaufbecken in Spiesen offiziell in Betrieb genommen. Das unterirdische Becken am Ortsausgang in Richtung Rohrbach bringt damit die Regenwasserbehandlung in der Gemeinde auf den neuesten Stand der Technik. Bürgermeister Reiner Pirrung sprach vom "Abschluss der vorletzten Etappe im Abwassermarathon" in Spiesen-Elversberg. Dabei habe sich schon viel getan in der Gemeinde: "Wir haben heute kein Hochwasser mehr wie noch vor 15 Jahren", sagte Pirrung. Dazu trägt nun auch das neue Becken bei: Mit einem Stauvolumen von rund 2000 Kubikmetern sowie einem angeschlossenen Entlastungskanal und einem Auffangbecken soll abfließendes Wasser abgebremst und damit Erosionen im Bach gemindert werden. Vom Auffangbecken aus erfolgt dann die Einleitung des Wassers in den Spieser Mühlenbach. Hintergrund ist dabei, dass große Wassermengen - etwa durch verstärkten Regenfall - zunächst in dem neuen Überlaufbecken gespeichert werden. Erst nach kompletter Befüllung des Beckens wird das Wasser dann in den Bach gegeben. "Dies bringt eine starke Entlastung des Gewässers mit sich", erklärte Oberbauleiterin Beate Schneider interessierten Bürgerinnen und Bürgern bei der Inbetriebnahme des Beckens.


In das Projekt, dessen Bauzeit rund drei Jahre betrug, investierte der EVS rund 4,1 Millionen Euro. Da sich das Regenüberlaufbecken in einer Wasserschutzzone befindet, waren bei den Baumaßnahmen zahlreiche Schutzvorkehrungen erforderlich. "Es gab vieles zu beachten. Unter anderem mussten zahlreiche Dichtungsbahnen erstmal verschweißt werden", erzählte Bauleiterin Beate Schneider. Ein Aufwand, der sich letztlich gelohnt hat, auch wenn davon über der Erde nicht viel zu sehen ist: nur ein paar Luken und ein kleines Häuschen, das die Technik beherbergt, deuten auf das Becken hin. "Was man von außen sieht, ist nicht die Spitze des Eisberges, sondern der Deckel darauf", fasste es Michael Philippi als Geschäftsführer des Entsorgungsverbands Saar passend zusammen.