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Ortsrat Wiebelskirchen
Keiner will Fenster im Kindergarten einbauen

Der Wiebelskircher Ortsvorsteher Rolf Altpeter.
Der Wiebelskircher Ortsvorsteher Rolf Altpeter. FOTO: Brigitte Neufang-Hartmuth
Wiebelskirchen. Da kein einziges Angebot einging, muss jetzt für die Wiebelskircher Einrichtung Freiherr von Stein neu ausgeschrieben werden. Von Anja Kernig

Für eine gewisse Heiterkeit sorgten zwei Themen aus Münchwies, mit denen der öffentliche Teil der Ortsratssitzung endete. Begonnen hatte sie im Feuerwehrgerätehaus Wiebelskirchen mit der Vorstellung der neuen Feuerwehr-Führungsspitze. Die teilen sich seit Kurzem Mathias John als Löschbezirksführer und sein Stellvertreter Rosario Calla. Dem Duo unterstehen 60 Aktive plus 41 Jungen und Mädchen in der Jugendwehr. Eines der erklärten Ziele Johns ist es, sich mit den Kameraden künftig wieder stärker ins Ortsgeschehen einzubringen. Was Ortsvorsteher Rolf Altpeter ausdrücklich begrüßt.


In krankheitsbedingter Abwesenheit des Amtsinhabers und einzigen Bewerbers auf das Amt der Schiedsperson für den Schiedsbezirk 4 (Hangard-Münchwies) wurde Dieter Hartmann einstimmig für weitere fünf Jahre gewählt. Hauptsächlich ging es bei der Septembersitzung aber um den aktuellen Stand der für dieses Haushaltsjahr geplanten Baumaßnahmen in den Stadtteilen. „Wir haben ja noch Zeit bis Mai“, betonte Tiefbau-Abteilungsleiter Peter Städtler. Wiewohl schon etliche Projekte abgeschlossen seien. Die Deckensanierung in der unteren Pflugstraße ist allerdings auf Anfang 2019 terminiert, die Maßnahme Käthe Kollwitz Straße „um ein Jahr geschoben“.

In den nächsten Tagen wird die im Rahmen der Terrassensanierung erforderliche Winkelstützmauer am Kindergarten Freiherr von Stein errichtet, informierte Eckhard Straßburger, kommissarischer Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft. Kein einziges Angebot ging für die Fenster ein, trotz der Größenordnung von 180 000 Euro. „Da müssen wir neu ausschreiben.“ Der Umzug in den Neubau soll vor den Sommerferien erfolgen. Dann kann in den Ferien der Abbruch erfolgen und anschließend die Gestaltung des Außengeländes.



Die Renovierung des Wibilohauses verschoben wurde zugunsten des Einbaus eines „sehr teuren“ Behinderten-WCs im Gebäude. Kostenpunkt: 55 000 Euro. Was an  der Vielzahl kleiner Gewerke liege, die alle öffentlich ausgeschrieben werden müssen, so Straßburger. Eine außerplanmäßige Verzögerung verursacht ein 45 Zentimeter hoher Überzug, auf den man „völlig unerwartet“ beim Herausreißen einer Trennwand gestoßen war. Ob der statisch tragend ist, sei nun erst mal abzuklären.

Fertig gestellt ist die Außenanlage Schillerschule. „Die Treppe wurde überarbeitet, ein Geländer kommt noch dran.“ Auch mit dem Brandschutz geht es voran. Ende des Jahres erfolgt der Stahlbau für die Fluchttreppenhäuser. Die „relativ desolate Turnhalle“ der Schule will man für ein neues Förderprogramm anmelden, das 90 Prozent der Kosten einer Sanierung abdecken würde. Zwischenzeitlich aus den Augen verloren habe er den Gegenortschacht, bekannte Straßburger. So sei die Halle als Versammlungsstätte genehmigt, die Gelder für die notwendigen Tür-Einbauten vorhanden. Gehapert hat es bisher nur an der Umsetzung. Bereits saniert ist dafür das Dach des Fröbelkindergartens. „Das war dringend nötig“, betonte der Leiter des Amtes für Gebäudewirtschaft.

Im November bekommt das „Sorgenprojekt“ Ostertalhalle die Tür für den Geräteraum. Die Gaststätte sei leergeräumt, für sie sucht man weiterhin einen Pächter. Und bei der Hangarder Feuerwehr erfolgt „demnächst die Rohbauvergabe“. Charmant zum Regelverstoß animiert werden Autofahrer derzeit in der Münchwieser Turmstraße. Dorthin war die zuletzt in Wiebelskirchen installierte Geschwindigkeitsanzeige „gewandert“.