Schwerer Unfall am Kreuz Neunkirchen endet glimpflich

Unfall am Kreuz Neunkirchen : Schwerer Unfall endet glimpflich

Drei Autos kollidierten am Montagabend am Neunkircher Kreuz mit einem schweren Sattelzug. Zwei Autofahrer zogen sich Verletzungen zu. Keiner der Unfallbeteiligten wurde in seinem Fahrzeug eingeklemmt.

(pra/ust) In einer regelrechten Kettenreaktion sind am Montagabend im Bereich der Überleitung von der Autobahn A8 hinüber auf die A6 in Fahrtrichtung Kaiserslautern am Autobahnkreuz Neunkirchen drei Autos und ein Lastwagen zusammengestoßen. Die drei Autos, darunter auch ein großer Pickup mit einem Autotransportanhänger, prallten zunächst gegeneinander und dann seitlich in den Sattelzug, wie Christopher Benkert, Sprecher der Neunkircher Feuerwehr, mitteilt. Weil die Lage am Unglücksort anfangs sehr unübersichtlich war, alarmierte die Leitstelle nach den eingehenden Notrufen nicht nur Rettungsdienst und Polizei, sondern auch die Freiwillige Feuerwehr Neunkirchen.

Es bestand zunächst die Befürchtung, in einem oder gar mehreren Unfallwracks könnten noch verletzte Personen eingeklemmt sein. Vor Ort bestätigte sich diese Befürchtung nicht. Alle Unfallbeteiligten konnten, zwar teilweise verletzt, aber aus eigener Kraft ihre Fahrzeuge verlassen. Dennoch mussten zwei verletzte Personen vor Ort vom Rettungsdienst medizinisch versorgt und anschließend in ein Krankenhaus gebracht werden. „Alle Beteiligten hatten großes Glück, solche Unfällen verlaufen häufig schlimmer. Dieses Mal ist es glimpflich ausgegangen. Die Fahrzeuge wurden alle schwer beschädigt, zum Glück ist keines unter den Sattelschlepper geraten. Aus diesem Grund war auch keiner der Unfallbeteiligten in seinem Auto eingeklemmt“, sagt Christopher Benkert.

Die Feuerwehr Neunkirchen rückte mit den Löschbezirken Neunkirchen-Innenstadt und Furpach aus. Während die Einsatzkräfte aus Furpach noch auf dem Weg zum Unfallort wieder kehrt machen konnten, sicherten die Einheiten aus der Innenstadt die Unfallstelle umfassend ab. Ausgelaufene Betriebsmittel aus den Wracks, wie Kraftstoff und Öle, mussten die Feuerwehrleute aufnehmen und an der weiteren Ausbreitung hindern. Für die Unfallaufnahme wurde zudem der Unglücksort großflächig ausgeleuchtet. Bei der Sichtung der Frachtpapiere des in den Unfall verwickelten Lastwagens stellten die Feuerwehrleute fest, dass dieser teils auch Gefahrgut geladen hatte. Um eine Beschädigung der Gefahrgutgebinde auszuschließen, wurde die Ladefläche gründlich kontrolliert. Schnell konnte Entwarnung gegeben werden, denn keines der Gefahrgutgebinde hatte Leck geschlagen. Nach rund einer Stunde konnten die Angehörigen des Löschbezirks Neunkirchen-Innenstadt ihren Einsatz wieder beenden. Mehrere Stunden lang war am Montagabend die Autobahn A6 zwischen Homburg und dem Autobahnkreuz Neunkirchen in beiden Fahrtrichtungen für den Verkehr gesperrt.

Neben dem Unfall am Autobahnkreuz selbst war einige Kilometer weiter die Feuerwehr Homburg bei einem brennenden Lastwagen auf der A 6 im Einsatz. Ein Holztransporter samt Anhänger ist zwischen der Anschlussstelle Homburg und dem Autobahnkreuz Neunkirchen in Fahrtrichtung Saarbrücken in Brand geraten. Zu der Ursache des Brandes wird noch ermittelt.

Es entstand ein Sachschaden von etwa 250 000 Euro, teilt die Polizei weiter mit. Die A 6 musste während der Bergung des Lastwagens von etwa 18 bis 1 Uhr in der Nacht in Richtung Saarbrücken komplett gesperrt werden. Rund um Homburg sei es daher zu beträchtlichen Verkehrsbeeinträchtigungen gekommen.

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