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Wo soll der Heiligenwalder Spielplatz hin?

Wo soll der Heiligenwalder Spielplatz hin?

Vielen Eltern in Heiligenwald fehlt ein attraktiver Spielplatz. Nun soll neu gebaut werden. Neben dem zuerst angedachten Standort am Itzenplitzer Weiher schlug die SPD das RAG-Gelände gegenüber der katholischen Kirche vor.

. Die Taube auf dem Dach oder den Spatz in der Hand? Mit dieser Frage sahen sich die Mitglieder des Ortsrates Heiligenwald bei ihrer Sitzung am Donnerstagabend konfrontiert. Zuvor hatte man in der Grundschule einen etwa 30 Quadratmeter großen Raum in der zweiten Etage angeschaut. Dieser könnte schon bald zum Büro des Ortsvorstehers umfunktioniert werden. Klaus Gorny und Schiedsmann Walter Puhl wollen hier ihre Sprechstunden abhalten. "Der einzige Wermutstropfen: Der Zugang ist nicht behindertengerecht", bedauerte Gorny, der ansonsten "heilfroh" sei, einen solchen Raum seitens der Schule zur Verfügung gestellt zu bekommen. Allerdings: Wer keine Treppen bewältigt, wird dort nicht hinauf kommen - ein Problem, das im Übrigen auch in den anderen Ortsteilen besteht. "Wenn schon, dann richtig", plädierte Ute Beck.

Ortsvorsteherbüro in der Schule

Ihre Fraktion brachte den Schulpavillon ins Spiel, der mit seinem ebenerdigen Eingang und dem Platzangebot sehr viel geeigneter erscheint. So gibt es Überlegungen, das Archiv von Heimatforscher Horst Wilhelm ins Ortsvorsteher-Büro umzusiedeln. Mit Enthaltung der CDU-Fraktion stimmte die SPD für das Zimmer im Schulobergeschoss.

Einstimmigkeit herrschte bei der Auftragsvergabe für die Renovierung der beiden Ortseingangsschilder. Auf die Ausschreibung war nur ein Angebot eingegangen. Dieses sei aber mit 658 Euro - inklusive Holzschutzlasur - brutto "vertretbar", meinte der Ortsvorsteher.

Obwohl es längst ein Dauerthema geworden ist, besteht nach wie vor Gesprächsbedarf in Sachen zentraler Spielplatz, der ja am Itzenplitzer Weiher neu gebaut werden soll (wir berichteten). Jetzt brachte die SPD mit dem RAG-Gelände gegenüber der katholischen Kirche noch einen Alternativ-Standort ins Gespräch. An die Gemeindeverwaltung ging der Auftrag, zu prüfen, ob das Vorhaben an diesen beiden Standorten umsetzbar wäre. Bürgermeister Markus Fuchs merkte noch an, dass es sich um eine beträchtliche Investition handele. "Bei einem Spielplatz in der geplanten Größe kommen wir da locker auf eine Viertel Million Euro." Entstanden war die Idee zum einen aus dem Wunsch von Eltern , die attraktive Spielplätze vermissen und deshalb mit ihren Kindern in die Nachbargemeinden pendeln. Zum anderen fördert solch ein Spielplatz, gerade in Kombination mit einem Naherholungsort wie dem Itzenplitzer Weiher, den sanften Tourismus, argumentierte Klaus Gorny.

Straßen werden saniert

Diskutiert wurde zudem über die Dringlichkeit der Sanierung von maroden Straßen im Ort. Es kommt das sogenannte "Patch"-Verfahren zum Einsatz. Ab Dienstag, 26. April, ist die Spezialmaschine unter anderem in der St.-Barbara-Straße, im Pappelweg, in der Ulmenstraße und In der Waldwiese im Einsatz.