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„Wir müssen den Standort vorantreiben“

„Wir müssen den Standort vorantreiben“

Der Ortsrat Landsweiler-Reden sprach am Montag in der Gaststätte „Welzower Stuben“ in der Klinkenthalhalle erneut über die Zukunft des Erlebnisorts Reden. Zudem will sich das Gremium dafür einsetzen, dass die Wasserpumpe in Reden weiterläuft.

Um die Qualität des Erlebnisorts Reden zu steigern, schrieb der Ortsrat Landsweiler-Reden vor drei Wochen an das saarländische Wirtschafts- sowie Bildungsministerium. In jenem Schreiben skizzierte der Ortsrat einen "Lernort", der außerschulisches Lernen ermöglichen und von Interesse für Schulen aus dem ganzen Saarland sein sollte. Ein solcher Lernort solle laut Ortsvorsteher Holger Maroldt den bisherigen Erlebnisort ergänzen; er sei ein notwendiges Pendant zu spektakulären Veranstaltungen wie der Sommer alm oder der Fark (Fantasie- und Rollenspiel-Konvent), die dort im August kommenden Jahres zum zweiten Mal stattfindet.

"Wir als Ortsrat finden alle qualitativen Einzelveranstaltungen gut, die den Erlebnisort Reden in die Öffentlichkeit tragen und das Image fördern", sagte der Ortsvorsteher. Dass die Ministerien noch nicht auf das Schreiben reagiert haben, wie Ortsvorsteher Maroldt in der Ortsratssitzung am Montagabend anmerkte, sei eine große Enttäuschung. Maroldt betonte, dass der Ortsrat an der Sache dranbleiben und eventuell auch aggressiver nachfragen werde. "Wir müssen den Standort vorantreiben und beleben", sagte der Ortsvorsteher.

Weiterhin thematisierte Manfred Leibfried (CDU ) am Montagabend die gesperrte Treppenanlage Buchenkopf, die aufgrund ihres Aussehens als "Zickzackweg" bekannt ist. Anwohner hätten sich laut Leibfried erneut beschwert, dass sie seit Jahren große Umwege gehen müssten, weil die Abkürzung nach wie vor gesperrt sei. Ortsvorsteher Holger Maroldt erinnerte an die permanente Gefahr, die dort von den umsturzgefährdeten Bäumen ausgehe. 2008 habe sich der Ortsrat dazu entschieden, den lebensgefährlichen Zickzackweg zu sperren, weil mögliche Maßnahmen mit einem sehr hohen finanziellen Aufwand verbunden sind. Bis zu 200 000 Euro koste es, die Bäume zu fällen, den Wald wieder aufzuforsten und Treppenstufen sowie Geländer zu sanieren. Der Ortsrat Landsweiler-Reden wolle laut Ortsvorsteher zwar etwas an der Situation ändern, es fehle aber schlicht das Geld. Zudem betonte Holger Maroldt, dass die zunächst fehlenden Bäume das Ortsbild verschlechtern würden und der Wald nie wieder in dieser Form nachwachsen werde.

Der stellvertretende Ortsvorsteher Detlef Reinhard (CDU ) nahm die Erdstöße im Raum Lebach und Saarwellingen zum Anlass, in der Ortsratssitzung ein Schreiben an die RAG vorzuschlagen: "Ehe der Grund für die Beben in der letzten Woche nicht geklärt ist, darf in Reden nichts passieren. In Reden sollen keine Tests stattfinden, was das Grundwasser betrifft." Die RAG plane, die Wasserpumpe des ehemaligen Steinkohlebergwerks abzustellen. Mit seiner Idee stieß Detlef Reinhard im gesamten Ortsrat auf große Zustimmung.