Wilde Balgerei ums Freibier

Heiligenwald. "Wir arbeiten dran." Damit meinte Heiligenwalds Ortsvorsteher Rüdiger Zakrzewski in seinen Grußworten bei der 29. Auflage der Bergmannstage, dass der Ort sicher irgendwann in Touristikkatalogen als Bad Heiligenwald am See ausgewiesen werde

Heiligenwald. "Wir arbeiten dran." Damit meinte Heiligenwalds Ortsvorsteher Rüdiger Zakrzewski in seinen Grußworten bei der 29. Auflage der Bergmannstage, dass der Ort sicher irgendwann in Touristikkatalogen als Bad Heiligenwald am See ausgewiesen werde. Hart gearbeitet wurde auch beim sich anschließenden Fassanstich durch Schirmherr Volker Fistler, Direktor der Sparkasse Neunkirchen. So heftig, dass der Zapfhahn abbrach und das Freibier überallhin floss, nur nicht in die bereit stehenden Krüge. Daraus entstand eine wilde Balgerei um den Gerstensaft. Beginnend damit, dass Karlsberg-Anzapfmeister Bernd Jung zuerst mit einem Finger den unkontrollierten Austritt des wertvollen Freibiers stoppen wollte, dann feststeckte im Spundloch und nur mit größter Mühe aus dieser Klemme befreit werden konnte. Sehr zur Freude der zahlreichen Schaulustigen, die bereits seit Jahren darauf vertrauen dürfen, dass Fassanstiche am Sachsenkreuz einfach originell sind. Aber dann nahm alles seinen gewohnten Gang. Zumindest am Freitag und Samstag feierten die Heiligenwalder auf ihrer kleinen, aber feinen und in den Abendstunden immer proppenvollen Festmeile auf dem Welzower Platz. Dass sich die Besucher wohl fühlten sollten, so Jürgen Färber vom Festausschuss, dafür sorgten die 13 beteiligten Vereine. In der Tat hatten sich Turnverein, Chorvereinigung, Freiwillige Feuerwehr, der FC Ranchers, der HCV Die Flitsch, Kolpingfamilie, RSC Zwitscherzugvögel, Sachsenkreuzsportverein, Tischtennis- und Werbegemeinschaft, Versehrten-Sportgruppe, CDU-Ortsverband und SPD-Ortsverein mit diversen Kreationen in Sachen Esskultur richtig "Feines" ausgedacht. Und es tobten der Bär so wie die Bass-Lautsprecher bei den Darbietungen am italienisch gefärbten Freitagabend mit musica 'e', nächtens darauf mit Rock und Pop von Take Five und der legendären Party-Band Sound 75. Natürlich hatte man auch ein Kinderprogramm organisiert, einen ökumenischen Gottesdienst zelebriert und den Frühschoppen-Klängen der Big-Band des Musikvereins Harmonie gelauscht. "Wir arbeiten dran, dass wir als Bad Heiligenwald am See ausgewiesen werden." Rüdiger Zakrzewski

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