Wie aus dem Bilderbuch

Schiffweiler. Ein Weihnachtsmarkt wie aus dem Bilderbuch ging am Wochenende an der katholischen Pfarrkirche St. Martin über die Bühne. Auch wenn der liebe Petrus sein winterliches Füllhorn etwas unkontrolliert über Schiffweiler entleerte. Bitter kalt war es am Samstag schon bei der Eröffnung, als Ortsvorsteher Winfried Dietz die Adventsfete eröffnete

Schiffweiler. Ein Weihnachtsmarkt wie aus dem Bilderbuch ging am Wochenende an der katholischen Pfarrkirche St. Martin über die Bühne. Auch wenn der liebe Petrus sein winterliches Füllhorn etwas unkontrolliert über Schiffweiler entleerte. Bitter kalt war es am Samstag schon bei der Eröffnung, als Ortsvorsteher Winfried Dietz die Adventsfete eröffnete. Nicht alkoholische Getränke konnten ausnahmslos gelutscht werden und sogar auf dem Glühwein bildete sich in der Nacht zum Sonntag eine dünne Eisschicht. Trotzdem herrschte eine gute Stimmung, auch als Erich Noss beim Bockbier-Anstich den Zapfhahn zertrümmerte. Männer- und Frauenchor sangen von der frohen Erwartung auf das Weihnachtsfest und an den Ständen boomte der Verkauf von heißen Warmmachern. Schiffweilers Jugendpfleger Markus Wittling, aktiv an der Bude von Juz und Jugendparlament, lobte das Ambiente und das Besucheraufkommen: "Wenn trotz der horrenden Minusgrade doch so viele Leute kommen, werden alle Beteiligten für die Eiszapfen an den Füßen entschädigt." Gefühlvoll die Darbietung des Saxophon-Quintetts des Musikvereins Harmonie. Dass den Kindergartenkindern das dichte Schneetreiben am Sonntag gut gefiel, das konnte man vor Ort erleben. Sie genossen die zuletzt eher selten dargebotene Winterlandschaft und huldigten dem Nikolaus gemeinsam mit dem Kiga-Erzieher-Team ob der obligatorischen Tüten mit Apfel, Nuss und Mandelkern. "Niklaus ist ein guter Mann." Hochbetrieb herrschte am Sonntagabend nach dem Konzert der Liederfreunde an den Ständen der Barbara-Bruderschaft, von Katholischer Jugend, DJK, Freiwilliger Feuerwehr, Jugendparlament/Juz, Jungsozialisten, Neue Arbeit Saar und Hobbyclub Die Gastspieler. Denn es häufte sich zwar der Schnee, doch die Temperaturen waren wieder erträglich. Und besonders den Konzertbesuchern war es richtig warm ums Herz geworden beim Konzert im Gotteshaus St. Martin, das wieder ein vorweihnachtliches Kirchenkonzert der Extraklasse erlebte. Pastor Walter Becker bedankte sich bei den Liederfreunden, die jetzt und in den Jahren zuvor den Konzert-Erlös der Renovierung der Kirche stifteten und mit dafür sorgten, dass das Haus nun in neuem Glanz erstrahlt. Strahlend auch der Sopran von Kerstin Louis. Sie wurde mit einem Blumenstrauß belohnt, den Albert Schäfer, Mitbegründer der Liederfreunde im Jahr 1986, für den 15. Auftritt der jungen Frau in Folge überreichte. Den Zuhörern gefiel die musikalische Begleitung von Cellistin Verena Helde-Tewes und Walter Niederländer, Klavier, ausgezeichnet. "Alle Beteiligten wurden für die Eiszapfen an ihren Füßen entschädigt."Markus Wittling