Werkstatt wird zur Galerie

Am Wochenende 3./4. September ist die große Werkstatt-Halle am Erlebnisort Reden Schauplatz der dritten Kunst-Werkstatt. Initiatoren sind wieder die Kunstfreunde Heiligenwald. 46 Aussteller werden erwartet.

. Ein Verein sind sie nicht, die 13 Frauen und Männer aus der Region, die sich als "Kunstfreunde Heiligenwald" zusammengetan haben, um ihr eigenes künstlerisches Schaffen zu fördern. Vereint sind die Kunstfreunde aber in dem Bestreben, auch möglichst viele andere Menschen teilhaben zu lassen an den Freuden des Kunstschaffens und des Kunsterlebnisses. So lag es nahe, sich auch als Ausstellungsmacher zu versuchen, um ein Forum zu kreieren, auf dem sich Künstler austauschen und einem größeren Publikum präsentieren können. Und weil es am Itzenplitzer Weiher in Heiligenwald so schön ist, wählten Birgit Breuer, Horst Kraemer und Rüdiger Zakrzewski dieses wunderbare Fleckchen Erde als Schauplatz aus. Fünf Mal versammelten sich die Künstler dort, dann waren die Organisatoren die Wetter-Probleme statt. Der Wechsel in die große Werkstatt am Erlebnisort Reden , nicht weit weg von Heiligenwald, erfolgte. Nach zwei erfolgreichen Kunst-Werkstätten dort (im vergangenen Jahr kamen gut 1500 Gäste) wird zurzeit die dritte Auflage (siehe Info) vorbereitet. Am ersten September-Wochenende werden 46 Künstler in der attraktiven Backstein-Halle zeigen, wie vielfältig ihre Produkte sind. Die SZ traf Horst Kraemer und Rüdiger Zakrzewski im Heiligenwalder Bürgerhaus, um mehr über die dritte Kunst-Werkstatt Reden zu erfahren.

"Malerei, Keramik, Grafik, Fotografie, Plastik, Skulptur und Objekte", so kann man au dem Ankündigungsplakat lesen, werden zu sehen sein. "Wir wollen nicht abgehoben sein mit unserem Angebot, haben aber einen hohen künstlerischen Anspruch an die Arbeiten", sagen Horst Krämer und Rüdiger Zakrzewski. Klassisches Kunst-Handwerk wird es also nicht geben, aber ebenso wenig akademisch Verkopftes. Die Aussteller , zu denen alle 13 Mitmacher der Kunstfreunde Heiligenwald zählen, werden allesamt als "Freizeitkünstler" tituliert, auch wenn der eine oder andere einschlägig ausgebildet - beispielsweise als Grafiker - ist.

Mittlerweile hat sich die Qualität des Veranstaltungen der Kunstfreunde Heiligenwald so herumgesprochen, dass eine Auswahl unter den Bewerbern für einen Ausstellungsplatz in der Werkstatt getroffen werden muss. Das aktuelle Tableau steht bereits weitgehend, so Horst Kraemer, der viel unterwegs ist, um sich in den Ateliers der Kunst-Schaffenden umzusehen. Längst gebucht sind die Freunde aus dem luxemburgischen Pétange, die einen Gemeinschafts-Stand mit fünf Ausstellern beschicken werden. Die Vorfreude ist groß bei den Heiligenwaldern, allerdings zollt man dem hohen Arbeitsaufwand für die Kunst-Werkstatt auch Tribut. Man geht jetzt auf einen Zwei-Jahres-Rhythmus, hat für 2018 aber schon erste Pläne.

"Da soll, passend zum Standort das Thema Bergbau/Industrie besonders herausgearbeitet werden", meinen die Ausstellungsmacher. Und auch junge Menschen sollen vermehrt ansprochen werden. Schließlich lasse sich auch beispielsweise mit einem Smartphone Kunst machen. Man darf gespannt sein!

Zum Thema:

Auf einen Blick Die Kunst-Werkstatt auf dem Gelände der ehemaligen Grube Reden , heute Erlebnisort Reden , findet am Samstag, 3. September von 13 bis 19 Uhr und am Sonntag, 4. September, von 10.30 bis 18 Uhr statt. Samstag um 13 Uhr findet die Eröffnung durch den Standortmanager des Erlebnisortes, Heinz-Peter Klein von der LEG, statt. Dabei sind auch Leute aus der Fantasie-Fraktion (Reden ist bekanntlich Standort der Fark als Fantasie- und Rollenspiel-Konvent) und Musiker. Unterstützt werden die Kunstfreunde Heiligenwald von der Gemeinde Schiffweiler, der Landesentwicklungsgesellschaft Saar (LEG) und der Tourismus- und Kulturzentrale des Landkreises Neunkirchen (TKN). sl