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Wenn es im Urzeit-Park für Sieger Dinos gibt

Landsweiler-Reden. Pleo verdreht entzückt die Augen. Man wird nicht jeden Tag von einer Horde weiblicher Leseratten "gehämelt". Unterm gigantischen Skelett seines Kollegen Argentinosaurus kuschelte sich der lernfähige Mini-Roboter in die Herzen von zehn Viertklässlern Von SZ-Mitarbeiterin Anja Kernig

Landsweiler-Reden. Pleo verdreht entzückt die Augen. Man wird nicht jeden Tag von einer Horde weiblicher Leseratten "gehämelt". Unterm gigantischen Skelett seines Kollegen Argentinosaurus kuschelte sich der lernfähige Mini-Roboter in die Herzen von zehn Viertklässlern. Die hatten sich beim achten Lesedino-Wettbewerb bereits auf Klassen-, Schul- und Regionalebene als beste Vorleser ausgezeichnet. Im 4D-Kino des Gondwana Parks Reden galt es nun für zwei Jungen und acht Mädchen, erneut einen eingeübten sowie einem unbekannten Text vorzutragen. Dem Sieger winkte Pleo. "Hätte ich das gewusst, hätte ich mitgelesen", flachste Bildungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer, sichtlich entzückt vom Hightech Spielzeug."Eigentlich hätten sie den alle verdient", murmelte eine Mutter bei der Preisvergabe in der Eingangshalle des Prähistoriums. "Es ist ganz schön mutig, sich da hinzusetzten, vor so vielen Erwachsenen." Die sechsköpfige Jury entschied sich nach zähem Ringen für David Schackmann aus Köllerbach (3. Platz) und Constance Kehne aus Rehlingen (2.). Zudem lasen Michelle Braun, Peggy Canaris, Lena Daum, Florian Hagenbourger, Sofia Hettiger, Tabia Meyer sowie Jahnika Rettig. Und Pleo? Der zog am Montag nach Rohrbach zu Clara Abel. Vor allem beim Vortrag aus "Rico, Oscar und das Herzgebreche" von Andreas Steinhöfel hatte die Zehnjährige geglänzt. Als eigenes Buch stellte sie das Dinoabenteuer "Anderswelt" von Grit Poppe vor. "Weil es so gut passt", begründete Clara ihre Wahl. Zudem liegt ihr der Stoff: "Ich mag spannende, fantastische Bücher wie Harry Potter oder Tintenherz." Spannend wird es jetzt auch für Pleo: "Mal kucken, wie meine Katze auf ihn reagiert." Uta Abel fühlte sich durch den Sieg ihrer Tochter bestätigt. "Ich fördere das Leseverhalten, wo es geht." Als Vielleser leben die Eltern ihre Einstellung zum gedruckten Wort einfach vor. Dass Clara mal die Lust am Lesen verliert, glaubt Uta Abel nicht. "Man legt da einen Grundstock, der bleibt."